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Geflügel

Misshandelte Puten: DBV fordert rasche Aufklärung

von , am
21.04.2011

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" hatte am Dienstag über eine katastrophale Putenhaltung berichtet. Jetzt meldet sich der DBV zu Wort: Er verurteilt die Zustände aufs Schärfste, kritisiert aber auch die Organisation PETA.

Das Infoportal "geflügel.tv" informiert über die Erzeugung von Geflügelfleisch. © PETA
In ihrer Onlineausgabe vom 19. April berichtete die Neue Osnabrücker Zeitung über einen Fall von unhaltbaren Zuständen in der Putenhaltung. Danach liegen der Zeitung diverse Bilder, Videoaufnahmen und detaillierte Zeugenberichte vor, die eine Verletzung des Tierschutzes in höchstem Maße darstellen.

DBV: Behörden müssen Verstöße unverzüglich ahnden

Der Deutsche Bauernverband (DBV) verurteilt derartige Verfehlungen auf das Schärfste und fordert die zuständigen Behörden auf, die Vorwürfe gegen diesen Putenhalter im Raum Cloppenburg unverzüglich zu prüfen und Verstöße zu ahnden. Anderenfalls sei ein erheblicher Imageschaden für Puten- und andere Geflügelhalter zu befürchten. 

Fünf Monate lang keine Gegenmaßnahmen ergriffen

Völlig unverständlich ist für den DBV allerdings, dass die in dem Bericht zitierten Tierschützer mehr als fünf Monate von den Zuständen Kenntnis hatten, ohne die zuständigen Behörden zu informieren. Die Organisation PETA hatte eigenen Angaben zufolge in dem Betrieb seit November 2010 Video- und Fotoaufnahmen gemacht sowie schriftliche Unterlagen kopiert. 
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