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Tierwohl

Müller Fleisch zahlt Bonus für Tiergesundheit

Schweine und Geldscheine
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
20.12.2016

Ab 1. Januar will Müller Fleisch einen Bonus für Tiergesundheit an Vertragsschweinemäster bezahlen. So hoch ist der Gesundheitsbonus.

„Mit dem Tiergesundheitsbonus wollen wir süddeutsche Schweinemäster mit guter Tiergesundheit belohnen und gleichzeitig Bewusstsein schaffen für die amtlichen Befunde der Schlachttier- und Fleischbeschau als Managementhilfe, um die Tiergesundheit im Mastbetrieb zu verbessern!“, erklärt Stefan Müller, Gesellschafter der Müller Gruppe.

Nach dlz-Recherchen beträgt der Tiergesundheitsbonus 0,50 €/Schwein. Die Auszahlung erfolgt pro Lieferung.

Voraussetzung für die Auszahlung des „Müllers Tiergesundheitsbonus Schwein“ für vertraglich gebundene Mäster ist, dass mindestens 90 % der Tiere eine Lieferpartie keine der im Programm definierten relevanten Befunde aufweist. Diese sind:

  • Lungenveränderung > 30 %,
  • Herzbeutelveränderung,
  • Gelenksentzündung,
  • Abmagerung,
  • generalisierte Tumore und Abszesse sowie
  • pathophysiologische Veränderung.

Gleichzeitig darf in der Anlieferungspartie kein relevanter Befund bei der Lebendtierbeschau vorliegen. Eine auf die Lieferpartie bezogene Auswertung zu den relevanten Befunden des Müller Tiergesundheitsbonus Schwein stellt die Müller Gruppe jedem Programmmäster über die Qualifood Datenbank zur Verfügung.

 

Feste Verträge für Bonus nötig

Der „Müller Tiergesundheitsbonus Schwein“ sei darüber hinaus ein wesentlicher Baustein zur Weiterentwicklung des Rohstoffkonzeptes „Süddeutsches Schweinefleisch“ der Müller Gruppe. Grundlage des Programmes ist über die süddeutsche Mast hinaus die gesicherte Ferkelherkunft aus Baden-Württemberg und Bayern. Die Mastbetriebe müssen den QS-Standard, bei Salmonellen den Status 1 und 2 erfüllen.

Die Fleischqualität wird mit dem Hennessy-Gerät am Schlachtband über den Reflexionswert wie in den Programmen GQ und QZBW erfasst und muss unter 70 liegen. Ein regelmäßiges Qualitätsmonitoring des Endproduktes Schweinefleisch bis zur SB-Schale hinsichtlich Tropfsaftverlust, Farbe, pH und Leitfähigkeit soll darüber hinaus eine gesicherte gute Produktqualität in der Ladentheke garantieren.

Um eine kontinuierlichen Belieferung und die Programminhalte abzusichern, will die Müller Gruppe über die Lieferanten wie Viehhandel, Erzeugergemeinschaften und Viehverwertungsgenossenschaften mit den zwischenzeitlich fast 1.500 teilnehmenden Mästern feste Liefer- und Abnahmevereinbarungen schließen. Dabei werden auch die Ferkelherkünfte pro Partie erfasst und mit Unterstützung der Qualifood Datenbank verwaltet.

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