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Tierschutz

NABU-Wasserbüffel an Erschöpfung gestorben

Wasserbüffel
am Freitag, 28.09.2018 - 10:43 (Jetzt kommentieren)

In einem Naturschutzgebiet in der Nähe von Stendal sind Wasserbüffel ums Leben gekommen. Die Tiere starben an Erschöpfung, weil sie aus einem steilwandigen Wasserloch nicht mehr entkommen konnten.

Am vergangenen Sonntag (23. September 2018) sind im Naturschutzgebiet Elsholzwiesen in der Nähe von Stendal (Sachsen-Anhalt) mehrere Wasserbüffel verendet. Die Tiere hatten sich aus einem Wassertümpel nicht mehr befreien können.

In den sozialen Medien hatte die Geschichte hohe Wellen geschlagen, unter anderem, weil der Vorgang von Augenzeugen auf einem nahegelegenen Aussichtsturm beobachtet worden war.

Feuerwehr konnte nicht eingreifen

Ein Radfahrer setzte die Rettungskräfte am frühen Morgen von der Notlage der Büffel in Kenntnis. Augenzeugen berichteten später, dass die Verantwortlichen für den Park und die Herde der Feuerwehr den Zugang zum Gelände verweigert und so die Rettungsmaßnahmen verhindert hätten.

Die zuständige Feuerwehr Tangermünde erklärt allerdings auf ihrer Website: "Von einer Rettung wurde aus Sicherheitsgründen für die Einsatzkräfte abgesehen." Im Gespräch mit dem Eigentümer habe dieser angegeben, er könne die Rettung selbst organisieren. Die Einsatzstelle wurde deshalb an ihn übergeben.

Inzwischen sollen laut lokalen Medien mehrere Strafanzeigen gegen die Projektverantwortlichen beim Naturschutzbund (NABU) und gegen den Amtstierarzt gestellt worden sein. Ihnen werde Vernachlässigung und unterlassene Hilfeleistungvorgeworfen.

Der Landkreis Stendal ordnete bereits am Montag die Absperrung des Geländes und die Verbringung der überlebenden Wasserbüffel an.

Auch 2013 waren schon Tiere verendet

Bereits im Jahr 2013 hatte die Tierhaltung unter Naturschutz-Aufsicht auf den Elsholzwiesen unrühmliche Schlagzeilen gemacht. Damals waren bei einem Hochwasser Konikpferde und Taurusrinder ertrunken.

Ein Verfahren gegen die Verantwortlichen beim NABU, denen vorgeworfen worden war, die Tiere nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht zu haben, war damals eingestellt worden.

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