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Geflügel

Neue Studie empfiehlt: Putenställe strukturieren

von , am
21.08.2013

Darmstadt - Beschäftigungs- und Strukturelemente gliedern Putenställe in Aktivitäts- und Ruhebereiche und ermöglichen Mastputen ein arttypisches Ruheverhalten, ohne dass sich aus den zusätzlichen Stallelementen hygienische Probleme ergeben.

Die Einstreuqualität hat Einfluss auf die Entstehung von Ballenentzündungen. © agrar-press
Das geht aus einem Modellvorhaben hervor, das Wissenschaftler des Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), des Instituts für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) und der Universität Hohenheim im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums durchgeführt haben.
 
Wie das KTBL in Darmstadt mitteilte, tritt ab Oktober die freiwillige Vereinbarung zur Haltung von Mastputen in Kraft. Dort sind Beschäftigungsmaterial für die Tiere und eine Strukturierung der Ställe vorgesehen.

Puten artgerecht beschäftigen

Nach Angaben des Kuratoriums wurde im Rahmen des zweijährigen Modellvorhabens erforscht, welchen Einfluss Strohballen, erhöhte Ebenen, Europaletten, Sitzstangen und Heukörbe auf die Leistung, das Verhalten und die Gesundheit konventionell und ökologisch gehaltener Mastputen haben. Im Rahmen des Projekts wurde unter anderem festgestellt, dass alle vier angebotenen Strukturelemente von den Puten rege genutzt wurden. Eine Beschäftigung mit Objekten erfolgte sowohl am Heukorb als auch an Strohballen.

Keine hygienische Probleme

Die angebotenen Struktureinrichtungen hätten zudem keine erkennbaren gesundheitlichen Auswirkungen gezeigt. Mortalität, Gewichtsentwicklung und Knochenfestigkeit seien nicht beeinflusst worden. Ebenso seien Brusthautveränderungen und Fußballenentzündungen in den Versuchs- und Kontrollställen gleichermaßen aufgetreten, heißt es in dem Bericht.
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