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Krankheiten eindämmen

Neue Tiergesundheitsvorschriften in Kraft getreten

Aufzuchtferkel im Stall
ISN/Eva Eckinger/agrarheute
am
21.04.2016

Seit dem 20. April gelten nun neue Tiergesundheitsvorschriften, wie die ISN meldet. Die EU-Kommission verspricht sich davon eine wirkungsvollere Vorgehensweise gegen Krankheiten wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) oder der Geflügelpest.

Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e. V. (ISN) berichtet, traten am 20. April EU-weit neue Tiergesundheitsvorschriften in Kraft.

Die im März von den EU-Gesetzgebern angenommene Verordnung für die Tiergesundheit sei eine weitere Waffe im Kampf gegen Tierkrankheiten, betonte der für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissar, Vytenis Andriukaitis laut ISN.

Effizienteres System zur Eindämmung von Krankheiten

Die Verordnung soll in Richtung eines effizienteren Systems zur Vermeidung sowie Eindämmung übertragbarer Krankheiten bei Tieren führen. Verglichen mit den gegenwärtig bestehenden Verfahren würden zum Beispiel den zuständigen Behörden in den EU-Mitgliedstaaten einfachere und klarere Wege zur Gesundheitskontrolle aufgezeigt, damit diese sich auf die vorrangigen Aktionen zum Wohl der Tiere konzentrieren könnten, erläuterte Andriukaitis laut ISN.

Wirkungsvollere Vorgehensweise gegen Krankheiten

Das Europaparlament hatte die Verordnung für die neuen Maßnahmen am 8. März angenommen. Die politische Einigung mit Rat und Europäischer Kommission war bereits im Juni 2015 erzielt worden. Im Detail verspricht sich die EU-Kommission davon eine wirkungsvollere Vorgehensweise insbesondere gegen Krankheiten wie der Afrikanischen Schweinepest (ASP) oder der Geflügelpest.

Sofort oder mit Übergangsfrist umzusetzen

Alle drei beteiligten EU-Institutionen legten laut ISN besonderes Gewicht auf die Vorbeugung ansteckender Tierkrankheiten, die teilweise auch auf den Menschen übertragbar sind. So sollen zum Beispiel Fachleute dabei unterstützt werden, mit der wissenschaftlichen Entwicklung Schritt zu halten.

Rund 40 Rechtsakte sind in der neuen Grundverordnung vereint. Einige Regelungen der neuen Verordnung müssen sofort in die Praxis umgesetzt werden, für andere ist dagegen eine fünfjährige Übergangsfrist vorgesehen, berichtet die ISN.

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