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Vogelgrippe

Neue Vogelgrippe-Fälle in Schleswig-Holstein

Tote Eule
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Julia Eder, agrarheute
am
30.12.2016

Das Geflügelpest-Virus H5N8 breitet sich weiter aus: tote Wildvögel in Schleswig-Holstein, getötete Puten in Niedersachsen und ein erster Fall in einer Geflügelhaltung in Bratislava.

Das Geflügelpest-Virus ist weiterhin in Schleswig-Holstein aktiv. Das zeigen neue Nachweise bei Wildvögeln. So wurde der Geflügelpesterreger bei drei Wildvögeln im Kreis Dithmarschen festgestellt. Hier bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) Fälle bei einer Eule in Krempel, einer Möwe in Marne und einer Nonnengans in Brunsbüttel.

Die jeweils eingerichteten Restriktionsgebiete erstrecken sich auch auf die Nachbarkreise Nordfriesland und Steinburg. Entsprechend der Dynamik des Geflügelpestgeschehens werden die Restriktionszonen – also Sperrbezirke im Umkreis von mindestens drei Kilometern um den Fundort eines infizierten Wildvogels und Beobachtungsgebiete im weiteren Umkreis von mindestens sieben Kilometern – von den Kreisveterinärbehörden angepasst.

Die strengen Sicherheitsmaßnahmen in Schleswig-Holstein müssen daher weiterhin aufrechterhalten werden, um die Tiere vor dem hochaggressiven Erreger zu schützen. Entsprechend gelten bundesweit unterschiedliche Stallpflichten und strenge Biosicherheitsmaßnahmen.

13.500 Puten in Niedersachsen getötet

Unterdessen sind in der niedersächsischen Gemeinde Hude 13.500 Puten getötet worden. Im Bestand kam es zuvor zu Todesfällen und der Erreger H5N8 wurde nachgewiesen. Um den betroffenen Bestand wurde eine Überwachungszone festgelegt, der sich auf das gesamte Gebiet der Gemeinden Hude, Hatten und Ganderkesee erstreckt.

Erster Vogelgrippefall bei Hühnern in der Slowakei

In der Slowakei gibt es den ersten Fall von Vogelgrippe in einer landwirtschaftlichen Geflügelhaltung. Betroffen sei ein Kleinbetrieb in der Hauptstadt Bratislava, teilte das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Die Veterinärkontrolle sei zum Hühnerhof gerufen worden, weil über Weihnachten innerhalb von drei Tagen der gesamte Bestand von 65 Hühnern verendet sei.

Labortests hätten am Donnerstag bestätigt, dass die Tiere an einem hochpathogenen Subtyp H5 der Vogelgrippe HPAI erkrankt seien. Bisher hatte die Slowakei nur im Jahr 2006 zwei Fälle von Vogelgrippe an Wildvögeln gemeldet.

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