Login
Geflügel

Neuland-Betrug: Vertriebspartner trennt sich von Label

von , am
17.06.2014

Überlingen - Nach wiederholten Betrugsvorwürfen gegen die Vertriebsgesellschaft 'Neuland Fleisch Süd', räumt der Geschäftsführer Fehler ein. Er will nun die Zusammenarbeit mit dem Neuland-Verein kündigen.

Mit den zusätzlichen Kontrollen, klareren Strukturen und personellen Veränderungen will der Neuland-Verein Vertrauen zurück gewinnen. © Neuland
In den vergangenen Wochen hatten Medien vermehrt über Tierschutzverstöße und Mängel bei der Vermarktungs-GmbH "Neuland Süd" berichtet. Zudem soll jahrelang Hähnchenfleisch unter dem Neuland-Label verkauft worden sein, das aus unzertifizierten französischen Betrieben stammte. Jetzt gab der Geschäftsführer der ‚Neuland Fleisch Süd, Matthias Minister, gegenüber dem 'Südkurier' zu, dass er Ware vertrieben hat, die unberechtigt das Neuland-Label trug.
 
Den Vorwurf des systematischen Betrugs dementierte er jedoch. Die Neuland-Dachorganisation in Bonn drohte kürzlich einen Entzug des Markenzeichens an.
 

Eigenes Regional-Konzept in Planung

Den Vertrieb von Geflügel und Lammfleisch habe die Vertriebsgesellschaft 'Neuland Fleisch Süd' beendet. Momentan würde nur noch Schweine- und Rindfleisch geliefert werden. Minister kündigte an, die Zusammenarbeit mit Neuland nun freiwillig zu beenden und kommt dem Entzug des Labels durch den Verein zuvor. Betroffen sind davon rund 35 landwirtschaftliche Betriebe aus dem südwestdeutschen Raum. Minister plant ein neues, "eigenständiges Konzept", wie er dem Südkurier mitteilte. Dabei gehe es um "100 Prozent regionale und artgerechte Tierhaltung", verspricht Minister.
Auch interessant