Login
Geflügel

Niederlande: Ab 2015 mehr Geflügel

von , am
27.08.2010

Amsterdam - In den Niederlanden wird die Abschaffung der Haltungsrechte für Geflügel und Schweine ab 2015 sehr wahrscheinlich zu einer Erhöhung des Geflügelbestandes führen.

© agrarfoto.com

Die Schweinehaltung wird kurzfristig hingegen nicht ausgedehnt, weil den Erzeugern dafür die Finanzkraft fehlt. Zu diesem Fazit gelangt das Landbauökonomische Institut (LEI) der Universität Wageningen in einer Untersuchung im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums in Den Haag.

Geringe Auswirkungen erwartet

Die Auswirkungen auf die Umwelt und auf den EU-Binnenmarkt für Geflügel und Schweine schätzen die Agrarforscher als gering ein. In den Niederlanden ist die Geflügel- und Schweinehaltung seit der zweiten Hälfte der neunziger Jahre durch die nationale Gülle- und Ammoniakgesetzgebung begrenzt. Betriebe, die ihre Produktion steigern wollen, müssen Erzeugungsrechte zukaufen.

Wirtschaftsdünger: Wichtiger Einflussfaktor auf künftige Entwicklung

Nach Abschaffung der Haltungsrechte wird nach Einschätzung des LEI der Umfang der Schweine- und Rinderhaltung über die Konkurrenz um die Absatzmöglichkeiten für Wirtschaftsdünger mitbestimmt. Die Ökonomen gehen davon aus, dass die Milchviehhaltung auch in zehn Jahren noch auf dem Güllemarkt gegenüber den Schweinehaltern einen Wettbewerbsvorteil haben wird.

Branchenwachstum gleicht sich aus

Sollte die holländische Milchviehherde durch die Abschaffung der EU-Milchquoten 2015 beispielsweise um fünf Prozent wachsen, wird dies aufgrund der begrenzten Möglichkeiten zum Absatz von Wirtschaftsdünger zu einer Verringerung der Zahl der Sauen um zwei Prozent und der Mastschweine um fünf Prozent führen. (dlz agrarmagazin/leh)

Auch interessant