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Geflügel

Niederlande: Kein Aufstallungsgebot

von , am
15.04.2013

Den Haag - Nach dem Auftreten von zwei Fällen der niedrigpathogenen Geflügelgrippe wird es kein landesweites Aufstallungsgebot für freilaufendes Geflügel geben.

Geflügelhaltende Betriebe können sich ab 1. Julie bei der Initiative Tierwohl registrieren lassen. © Mühlhausen/landpixel
Die niederländische Regierung wird auf die beiden im März festgestellten Ausbrüche der niedrigpathogenen Geflügelgrippe nicht mit einem landesweiten Aufstallungsgebot für Geflügel reagieren. Dies geht aus einem Schreiben hervor, das die für Landwirtschaft zuständige Staatssekretärin im Haager Wirtschaftsministerium, Sharon Dijksma,in der vergangenen Wochean die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments gerichtet hat

Forderungen der Geflügelbranche werden nicht erfüllt

Somit blieb die Forderung der holländischen Geflügelbranche nach einem dreimonatigen Aufstallungsgebot für sämtliches freilaufendes Geflügel in konventionellen und biologisch wirtschaftenden Betrieben unerhört. Dijksma begründete ihre Entscheidung mit dem Verweis auf Experten, denen zufolge sich die jüngsten Grippefälle nicht von früheren Ausbrüchen unterschieden. Deshalb sei wie in der Vergangenheit aus wissenschaftlicher Sicht auch diesmal kein Aufstallungsgebot notwendig. Allerdings will die Staatsekretärin bei der EU-Kommission anregen, den rechtlichen Spielraum für alternative Maßnahmen zur künftigen Vermeidung von Infektionen durch Wildvögel in Freilandhaltungen besser auszuschöpfen.

Russische Behörden beschränken Einfuhrverbot

Denkbar sei beispielsweise eine Überdachung des Auslaufgeländes. Wenn sich diese Lösung als EU-weit durchsetzbar erweise, wolle sie sich in einem zweiten Schritt für entsprechende Investitionshilfen aus EU-Fördermitteln einsetzen, kündigte Dijksma an. Mit Blick auf das von Russland verhängte Importverbot von Geflügel aus den betroffenen Provinzen Gelderland und Flevoland stellte sie Erleichterung in Aussicht: In der vergan- gen Woche hätten die russischen Behörden sich bereiterklärt, das Embargo auf Geflügel aus den jeweiligen Sperrgebieten zu beschränken. Die Einzelheiten müssten aber noch geklärt werden.
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