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Wolfsmonitoring

Niedersachsen: Fälle von Wolfsrissen steigen

Hochtragende Färse fiel Wölfen zum Opfer
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Katharina Krenn, agrarheute
am
15.05.2018

Vermutlich hat der Wolf dieses Jahr schon deutlich mehr Tiere in Niedersachsen gerissen als im vergangenen Jahreszeitraum. Einige Fälle werden noch geprüft.

Niedersächsische Tierhalter haben in diesem Jahr weit mehr mutmaßliche Wolfsrisse gemeldet als in den ersten Monaten 2017. Bis Ende März mussten Behörden in diesem Jahr in 51 Fällen bei toten oder verletzten Nutztieren überprüfen, ob ein Wolf die Tiere gerissen hat.

2018: 23 nachweisliche Wolfsrisse

2017 waren in diesem Zeitraum nur 37 Fälle gemeldet worden. In 24 Fällen wiesen die Behörden nach, dass tatsächlich ein Wolf die Tiere verletzte oder tötete. In diesem Jahr konnte das Umweltministerium 23 Wolfsrisse nachweisen, 24 Fälle werden noch untersucht. Nach Angaben der Landesjägerschaft streifen derzeit rund 150 Wölfe durch niedersächsische Wälder.

Bei Wolfsriss schnell handeln

Wenn Tierbesitzer einen Wolfsangriff vermuten, sollten sie möglichst schnell den für ihre Region zuständigen Wolfsberater alarmieren. "Wichtig ist eine gute Dokumentation des Fundes", sagte die Sprecherin des niedersächsischen Wolfsbüros, Bettina Dörr. Manchmal sei schon die Fundsituation ziemlich eindeutig, häufig seien jedoch langwierige DNA-Untersuchungen notwendig, um einen Wolfsbiss nachzuweisen.

Mit Material von dpa

Die Wolfsvorkommen in Deutschland im Überblick

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