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Geflügel

Österreich: 2013 mehr als 700 Millionen Frischeier verkauft

von , am
09.04.2014

Wien - Mit Blick auf die bevorstehende Osterzeit hat die Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing vergangene Woche aktuelle Zahlen zum österreichischen Eiermarkt präsentiert.

Bayern-Ei darf derzeit keine Eier verkaufen. © Mühlhausen/landpixel
Laut AMA legen die etwa sechs Millionen (Mio.) Hennen in der Alpenrepublik jährlich rund 1,5 Milliarden Eier. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch bewegt sich sehr konstant bei rund 234 Stück; neun von zehn Haushalten kaufen regelmäßig Eier. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der Marketinggesellschaft von den österreichischen Verbrauchern insgesamt rund 705 Millionen Frischeier im Wert von 173 Mio. Euro gekauft, drei Viertel davon über den Lebensmittelhandel und ein Viertel über alternative Bezugsquellen.
 
Der Anteil der Discounter als Bezugsquelle lag bei 40 Prozent. Allein 70 Millionen Eier werden von den Österreichern in der Osterzeit konsumiert, wobei etwa 50 Millionen Stück bereits gekocht und gefärbt im Einkaufskorb landen. Käfigeier sind der AMA zufolge aus den heimischen Supermärkten ganz verschwunden.

Den Löwenanteil nach Haltungsformen nimmt mengenmäßig die Bodenhaltung mit 68 Prozent (%) ein; 22 % entfallen auf die Freilandhaltung und 10 % auf Bioeier. Wertmäßig beträgt der Bioanteil allerdings 16,5 %.

Frischeier: 90 Prozent in der Eierdatenbank

Der Geschäftsführer der Marketingorganisation, Michael Blass, verwies auf die strengen Richtlinien des AMA-Gütesiegels. Die damit gekennzeichneten Eier stammten ausschließlich von konsequent kontrollierten, heimischen Legehennenbetrieben. Nur Frischeier der Güteklasse A sowie der Haltungsformen Bio, Freiland oder Boden dürften das Zeichen tragen. Darüber hinaus müssten Landwirte und Lizenznehmer an einem umfassenden Salmonellenmonitoring teilnehmen, so der Geschäftsführer. Diese Kriterien seien auch bei gefärbten Eiern zu beachten.
 
Laut Blass werden mittlerweile rund 90 % der Frischeier am heimischen Markt in der Eierdatenbank erfasst. Dabei handele es sich um ein freiwilliges System, das für AMA-Gütesiegel-Betriebe allerdings verpflichtend sei. Sämtliche Ein- und Verkäufe von Landwirten an Packstellen und an den Handel müssten von Lieferscheinen mit allen relevanten Angaben begleitet werden. Das werde regelmäßig von unabhängigen Stellen kontrolliert.
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