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Geflügel

Österreich importiert mehr Schlachtgeflügel

von , am
17.09.2013

Während die heimische Produktion in Österreich sinkt, importiert der österreiche Nachbar zunehmend mehr aus den umliegenden EU-Ländern.

Die Geflügelfleischproduktion hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zugelegt. © Mühlhausen/landpixel
Österreich produzierte im ersten Halbjahr 1,5 Prozent weniger Hühner als im Vorjahr. Auch bei den Einlagen von Mastbruteiern ist ein Minus von 4,75 Prozent zu verzeichnen. Die gute Geflügelfleischbilanz 2012 ist nur teilweise erfreulich für die heimische Branche. Zwar nimmt der Konsum zu, allerdings wird immer mehr Schlachtgeflügel importiert. Der Inlandsverbrauch erreicht erstmals 21 Kilogramm pro Kopf, davon entfallen 14 Kilo auf Masthühner, 6,2 Kilo auf Truthühner, weitere 0,5 Kilo auf Enten und 0,3 Kilo auf Gänse.

Hühnermast ist weniger attraktiv

Die Inlandsversorgung lag 2012 nur noch bei 70 Prozent und somit um 3 Prozent unter dem Ergebnis von 2011. Mehr als 8 Millionen Masthühner werden jährlich aus umliegenden EU-Ländern lebend importiert. Die Gründe für den Rückgang der heimischen Produktion liegen unter anderem in den von Behörden verhinderten Stallbauten, im Aussetzen der Investitionsförderung und in der Nichtumsetzung der EU-Masthühnerrichtlinie.
 
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