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Tiergesundheit

Offensive für gesunde Tiere

Tierärztin mit Kuh
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Martina Hungerkamp, agrarheute
am
21.02.2018

Die Tierwohldebatte muss vom Kopf zurück auf die Füsse gestellt werden. Das fordern Prof. Dr. Thomas Blaha und Prof. Dr. Albert Sundrum.

Bevor es um den Einfluss von Haltungssystemen und Platzangebot gehe, müssten die Tiere erst einmal gesund sein. Deshalb wollen Prof. Dr. Thomas Blaha, Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) und Prof. Dr. Albert Sundrum, Fachgebietsleiter Tierernährung und Tiergesundheit an der Universität Kassel, die Tierwohldebatte vom Kopf zurück auf die Füße stellen.

Sachkunde gefordert

Sie fordern eine „Tierwohl-Strategie“ der zwei Geschwindigkeiten ein: erstens sofort bestehende Tiergesundheitsmängel beseitigen und zweitens schrittweise die Tiergerechtheit der Haltungssysteme verbessern. Hier ein Teil ihrer Forderungen:

  • Die reduzierte Diskussion nur um Haltungsformen hat den Tieren bisher kaum etwas gebracht, Tierwohl und Tiergesundheit haben wenig mit Bestandsgrößen zu tun. Vielmehr geht es um Management. Ein erster Ansatz wäre deshalb ein Betreuungsschlüssel.
  • Sachkunde braucht Weiterbildung. Regelmäßige Schulungen können helfen, Tiergesundheit und damit auch Tierwohl zu steigern.
  • Es muss Initiativen und Lösungsansätze geben, mit denen man alle Nutztierhalter erreicht, auch die 10 oder 20 Prozent mit den größten Problemen.
  • Landwirte sollten zusammen mit ihren Tierärzten viel mehr präventiv arbeiten.
  • Nutztierhalter, Einzelhandel und Politik müssen sich zusammen stark machen, um gegen den Wettbewerb um den niedrigsten Preis etwas ausrichten zu können.
  • Mit einer Tiergesundheitsdatenbank könnte man wenige, aber aussagefähige Tiergesundheits- und Tierschutzindikatoren auswerten.

Der vollständige Beitrag ist in agrarheute Schwein Ausgabe 02/2018 erschienen.

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