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Geflügel

Ostendorff: Strenge Regeln für Putenhaltung nötig

von , am
28.08.2012

Berlin - Seine Forderung nach gesetzlichen Haltungsvorgaben für Puten hat der Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, bekräftigt.

Geflügelhalter leiden massiv unter hohen Nebenkosten. © uschi dreiucker/pixelio.de
Dazu veranlasst sah sich Ostendorff durch einen Vorfall in einem Putenstall im Landkreis Kleve.  Dort waren zu Beginn der vorletzten Woche rund 6.000 Puten infolge extremer Hitze verendet. Das zuständige Kreisveterinäramt hatte dem Betrieb bescheinigt, alle Vorschriften eingehalten zu haben.
 
Für Ostendorff ist indes deutlich geworden, "dass in Ställen mit mehreren zehntausenden Puten auch mit viel Technik die Sicherheit der Tiere nicht gewährleistet werden kann".

Lüftungen in Ställen versagen

Nur wenige Tage Hitze reichten, um die Frischluftanlagen außer Funktion zu setzen. Der Vorfall sei umso bedenklicher, als der Betrieb offenbar nach dem Stand der Technik ausgerüstet sei. Der Grünen-Politiker geht davon aus, dass die immer heißeren Sommer intensive Tierhaltungen mit bis zu fünf über 20 Kilogramm schweren Puten pro Quadratmeter künftig noch riskanter machen werden. Während sich die Puten als Küken noch bewegen könnten, sei dies mit zunehmendem Gewicht nicht mehr möglich. Mit der Masse der Tierkörper nehme auch die Hitze im Stall weiter zu. Zudem litten die "völlig überzüchteten" Tiere häufig an Kreislaufproblemen sowie an Gelenk- und Hauterkrankungen.
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