Login
Geflügel

Pariser Geflügelbranche erstellt Maßnahmenkatalog

von , am
22.04.2013

Paris - Um die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Geflügelhaltung zu stärken, hat die Pariser Regierung zusammen mit Branchenvertretern einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt.

4 Cent pro Kilogramm Geflügel geht in den Topf der Initiative Tierwohl. © photocrew /Fotolia.com
Letzte Woche veröffentlichte die Pariser Regierung ein Maßnahmenpaket zur Optimierung der Geflügelhaltung, die gemeinsam mit Branchenvertretern erarbeitet worden war. Erstes Ziel ist, die Tierhalter wieder konkurrenzfähig zu machen, indem sie wirtschaftliche und ökologische Leistungsfähigkeit miteinander verbinden, von den Möglichkeiten der Energieeinsparungen profitieren und erneuerbare Energien produzieren, vor allem im Photovoltaikbereich.
 
"Es muss eine wirkliche gemeinsame Dynamik und eine echte Solidarität zwischen allen Branchengliedern im vor- und nachgelagerten Bereich zum Nutzen aller geschaffen werden", mahnte Landwirtschaftsminister Stéphane LeFoll anlässlich der Vorstellung des Maßnahmenpaketes.
 

Schlachtereien und Weiterverarbeitung stärken

Ein weiterer Punkt bezieht sich auf die Stärkung der Schlachtereien und der Weiterverarbeitung. In diesem Zusammenhang werden in dem Papier die "extensive Nutzung" der EU-Vorschriften zur Entsendung von Arbeitnehmern genannt, die "erhebliche Verzerrungen der Lohnkosten in den Schlachthöfen verursachen". Ferner will sich Frankreich auf europäischer Ebene für die Harmonisierung der sanitären Regelungen und der Klassifikation von Separatorenfleisch stark machen. Zudem will die Regierung ihre Bemühungen fortsetzen, um gemeinsame Lösungen für die Schwierigkeiten im Putenfleischsektor herbeizuführen.
 

Pflichten für 'Geflügel aus Frankreich'

Als dritte Maßnahme enthält der Fünf-Punkte-Plan die Stärkung der Handels- und der vertraglichen Beziehungen in der Geflügelbranche. Dies soll über die Novellierung des Gesetzes zur Modernisierung der Wirtschaft Frankreichs (LME) und insbesondere über die Einführung einer verbindlichen Klausel bei stark schwankenden Agrarrohstoff- und Lebensmittelpreisen erreicht werden.
 
Der vierte Punkt zielt auf eine bessere Herkunftskennzeichnung ab. So will sich Paris auf europäischer Ebene für eine obligatorische Herkunftskennzeichnung für alle Fleischprodukte einsetzen. Darüber hinaus soll die Branche einen Pflichtenkatalog unter dem Titel "Geflügel aus Frankreich" entwickeln, der neben der Herkunft auch Angaben zur Gesundheitsqualität, zum Tierwohl und zu sozialen Aspekten enthält. Fünfte und letzte Maßnahme des Geflügel-Plans ist die Gründung einer Interpression, die alle Teilakteure der Geflügelbranche vereint.

Hähnchenmäster spart durch Wärmetauscher

 
Auch interessant