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PCB-belastetes Futter stammt von Agravis

gesperrter Betrieb
Anneke Struck, agrarheute
am
15.11.2018

Wegen des Verdachts auf verunreinigtes Futter sind mehrere Geflügelbetriebe gesperrt worden. Wie die dpa berichtet, stammt das Futter vom Futtermittelhersteller Agravis.

Das mit PCB belastete Futter, das für die Sperrung zahlreicher Geflügelbetriebe verantwortlich ist, stammt vom Futtermittelhersteller Agravis. Mehr als 100 Tonnen des belasteten Geflügelfutters seien in Umlauf gekommen, bestätigte das Unternehmen mit Sitz in Münster und Hannover am Donnerstag auf Anfrage. Der giftige Stoff sei in einer Niederlassung im ostwestfälischen Minden in das Geflügelfutter geraten. In zwei Verladezellen war offensichtlich Lack abgeblättert und hatte das Futter verunreinigt, wie die Behörden zuvor mitgeteilt hatten.

Bei der Belastung handle es sich um ein PCB-Gemisch. PCB (Polychlorierte Biphenyle) seien giftige Substanzen, die nur sehr schwer abbaubar seien. Eine akute Gesundheitsgefahr gehe von den festgestellten Konzentrationen nicht aus.
 

Die betroffenen Regionen

Belastetes Geflügel und Eier seien aus dem Verkehr gezogen worden, noch ehe sie in den Handel gelangten, sagte eine Sprecherin des Landesamts. Insgesamt wurden nach Angaben des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums 34 Geflügelbetriebe gesperrt:

  • Niedersachsen (27 Betriebe)
  • Nordrhein-Westfalen (3)
  • Sachsen-Anhalt (2)
  • Brandenburg (1)
  • Thüringen (je 1)

Agravis tauscht ausgelieferte Ware aus

«Das Futter wurde gesperrt und bereits ausgelieferte Ware ausgetauscht», teilte die Agravis Raiffeisen AG mit. Man bedauere den Vorfall und habe Maßnahmen ergriffen, um Ähnliches in Zukunft zu vermeiden. Die betroffenen Verladezellen würden derzeit nicht genutzt und von einem Gutachter untersucht. «Eine schnellstmögliche Sanierung wird vorbereitet», hieß es weiter. Betroffen sei allerdings nur ein geringer Teil der Gesamtproduktion am Standort: «Wir reden über weniger als ein Fünftel einer Tagesproduktion», sagte der Sprecher.

 

Mit Material von dpa
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