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Geflügel

PCB in Eiern: Quellen teilweise nachgewiesen

von , am
06.07.2012

Hannover - Drei niedersächsische Landkreise machten in den letzten Wochen durch PCB belastete Eier von sich reden. Das Landwirtschaftsministerium informiert jetzt über den aktuellen Stand.

Die EU lässt weiter fünf Prozent konventionelle Bestandteile im Biofutter zu. © Mühlhausen/landpixel
Landkreis Emsland
 
Die amtlichen Proben der Eier haben den Befundes im Rahmen der Eigenkontrollen des Bio-Legehennenbetriebes bestätigt: Der Summenwert aus Dioxin und dl-PCB hat in den Eiern aller vier Stallabteilungen den Höchstgehalt von 5 pg Dioxin/dl-PCB-TEQ/g Fett überschritten. Die Befunde liegen zwischen 17,07 und 43,26 pg Dioxin/dl-PCB-TEQ/g Fett.
 
Das Futter wird als Eintragsursache ausgeschlossen. Deswegen werden jetzt systematisch weitere Kontaminationsquellen untersucht. Aktuell konzentrieren sich die Ermittlungen auf die Auslaufflächen. Die Untersuchungen werden voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Der Betrieb bleibt weiterhin gesperrt.

Landkreis Aurich

Für das Geschehen der drei Legehennenbetriebe im Landkreis Aurich liegt eine abschließende Stellungnahme des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) vor. Ursache für die Belastung der Lebensmittel waren wohl Auslaufflächen der stallnahen Bereiche. Auf der Grundlage der Bodenproben konnte eine unterschiedliche Belastungssituation der naturnahen Böden zu den von Menschen durch Materialeinträge veränderten Böden festgestellt werden. Bevor die Auslaufflächen erneut genutzt werden, müssen konsequente Sanierungsmaßnahmen erfolgen.
 
Bei einem der drei Betriebe liegen darüber hinaus Hinweise auf Eintragsquellen durch die bauliche Substanz des Legehennenstalls vor. In einer teilweise aufgepickten Wandverkleidung war eine dl-PCB-Belastung nachweisbar. Entsprechende Sanierungsmaßnahmen sind auch hier Voraussetzung für eine weitere Nutzung. Alle drei Betriebe sind ebenfalls weiterhin amtlich gesperrt.
 
Landkreis Oldenburg
 
Nachdem die Untersuchung von Bodenmaterialien aus dem Auslaufbereich des Betriebs deutlich auffällige Befunde zeigte, wurden die Auslaufflächen inzwischen saniert. Nach dem Vorliegen unauffälliger Bodenproben können dort erneut Junghennen eingestallt werden. Der Betrieb ist gesperrt und wird durch amtliche Kontrollen weiterhin engmaschig begleitet werden.
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