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Geflügel

PHW-Gruppe steigert Umsatz um fünf Prozent

von , am
14.02.2013

Rechterfeld - Die PHW-Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Dennoch kündigt das Unternehmen Preissteigerungen an. Das Projekt Privathof-Geflügel soll auf Puten ausgedehnt werden.

Privathof-Geflügel kommt beim Verbraucher gut an. Deswegen soll das Konzept auf Puten ausgeweitet werden. © ez/agrarheute
Der Gesamtumsatz der PHW-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2011/2012 um 5,2 Prozent auf 2,34 Milliarden Euro gestiegen. Davon entfielen auf das Geschäftsfeld Wiesenhof 1,33 Milliarden Euro - ein Plus von 3,5 Prozent.
 
Die gute Entwicklung im Bereich Geflügelspezialitäten konnte neben der stabilen Nachfrage auch durch das erfolgreiche Convenience-Geschäft erreicht werden, berichtet das Unternehmen. "Trotz extremer Schwankungen am Rohstoffmarkt und erheblich höherer Futtermittelkosten, die die Ertragslage stark belastet haben, konnten wir unsere Qualitätsstrategie konsequent durchhalten. Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Geflügelfleisch wird national wie international weiter steigen", erklärt Peter Wesjohann, Vorstandsvorsitzender der PHW-Gruppe.

Auch die beiden im Geflügelbereich tätigen Tochtergesellschaften in Polen - Bomadek und Drobimex - trugen mit 32,6 Prozent Umsatzsteigerung von 111,7 Millionen Euro auf 148,0 Millionen Euro zum Wachstum der PHW-Gruppe bei.

Wesjohann kündigt Preissteigerung an

Im vergangenen Jahr hat die Geflügelbranche unter sehr hohen Futtermilpreisen gelitten. Nachdem die Gewinnspanne hier besonders eng ist, wirken sich solche Preissteigerungen stärker aus. Wesjohann kündigt deswegen Preissteigerungen an: "Es ist unausweichlich, dass die Verbraucherpreise für Geflügelfleisch angehoben werden."

Feldstudie mit Puten als Privathof-Geflügel

Im Oktober 2011 hat die PHW-Gruppe die Marke Privathof-Geflügel von Wiesenhof eingeführt. Ziel war es, den Wunsch vieler Verbraucher nach mehr Tierschutz und Tierwohl Rechnung zu tragen. Tiere, die auf Privathof-Geflügel Betrieben gehalten werden, haben unter anderem mehr Platz, Beschäftigungs- und Versteckmöglichkeiten. Außerdem verwendet Wiesenhof dafür eine langsamer wachsende Rasse.
Seit der Einführung hat sich der Absatz vervierfacht. "Gestartet sind wir mit zwölf Höfen, die unser Privathof-Geflügel aufziehen - mittlerweile sind es bereits 28 in Süddeutschland und aktuell haben 15 Betriebe in Norddeutschland auf das Privathof-Konzept umgestellt. Wir konzentrieren uns jetzt darauf, das Angebot sukzessive auszubauen", kündigt Peter Wesjohann an.
 
Seit Januar trägt Privathof-Geflügel auch das Label "Für Mehr Tierschutz" des Deutschen Tierschutzbundes in der Einstiegsstufe.
Nach der erfolgreichen Markteinführung des Privathof-Geflügels will Wiesenhof das Projekt mit Puten fortführen. Hier habe man bereits eine Feldstudie gestartet.
ez/pd
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