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Geflügel

Praxisbeispiel: Investition in einen Bio-Legehennenstall

von , am
21.05.2012

Die Anforderungen an die Haltungsbedingungen von Legehennen haben den Markt in den letzten Jahren stark verändert. Die Konsumenten fragen verstärkt Eier aus Freiland- und Bio-Legenhennenhaltung nach. Der Anteil der Einstallung in Kleingruppen ist auf 14% zurückgegangen.

Verbraucher greifen immer öfter zu regional erzeugten Produkten. © Mühlhausen/landpixel
Auf europäischer Ebene hat sich die Bundesregierung mit Nachdruck dafür eingesetzt, dass das seit 1. Januar 2012 geltende Verbot der konventionellen Käfighaltung in allen EU-Mitgliedstaaten strikt umgesetzt und die Umsetzung zuverlässig kontrolliert werden muss. Deutschland nimmt, was die Erfüllung der Gesetzesvorgaben angeht eine Spitzenstellung in Europa ein. Auch von Verbraucherseite ist ein Umdenken in der Geflügelhaltung zu spüren. Letzten Veröffentlichungen zur Folge stieg im Jahr 2011 der Konsum von Eiern aus ökologischer Erzeugung im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent, die Nachfrage nach Eiern aus Kleingruppenhaltung hingegen sank um 40 %.

Praxisbeispiel vom Betrieb Niebuhr

In der Samtgemeinde Lengerich im Emsland in Niedersachsen bewirtschaftet die Familie Niebuhr mittlerweile seit über 100 Jahren einen vielschichtig aufgestellten Betrieb. Als Ferkelerzeuger halten die Niebuhrs 150 Sauen. Auf 84 Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen wird unter anderem Silomais für die 50 Mastbullen angebaut. Im Jahr 2009 fiel die Entscheidung über die Investition in die Betriebsentwicklung. Nach Schulungen und Besichtigungen anderer Betrieb entschied sich die Familie für den Einstieg in die Bio-Legehennenhaltung. Nach 6-monatiger Bauphase ist nun der neue Stall nun seit März diesen Jahres von den ersten 12.000 Hennen bezogen worden.

Video: Investition in einen Bio-Legehennenstall

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