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Geflügel

Preissturz auf dem Eiermarkt verlangsamt sich

von , am
08.05.2010

Eppingen - Das Ende der Talfahrt auf dem Eiermarkt ist noch nicht erreicht: Die Preise im Großhandel haben erneut nachgegeben - wenn auch weniger stark. Der Geflügelmarkt hingegen zeichnet sich durch seine Stabilität aus.

© agrar-press

Eier
Eierpreise erneut auf dem Weg nach unten

Auch wenn allgemein die Hoffnung bestand, dass die vergangene Woche das Ende der Talfahrt markierte, wurde man diese Woche schon wieder eines besseren belehrt. Es ging doch noch tiefer. Bedingt durch das kalte Wetter lief der Konsum in der vergangenen Woche eigentlich erstaunlich gut; die Absatzzahlen erholten sich deutlich im Vergleich zu den beiden- recht heißen Vorwochen.

Auch wenn sich der "Absturz" der Preise nun erheblich verlangsamt hat, gaben die Preise im Großhandel erneut nach. Dies gilt vor allem für Käfigware, welche nun aus dem europäischen Ausland vermehrt bei uns in Deutschland angeboten wird. Über die Absurdität, dass in Deutschland seit Jahresbeginn keine Legehennen in konventionellen Käfigen mehr gehalten werden dürfen - gleichwohl aber der Verkauf ausländischer Käfigeier hier bei uns weiter erlaubt ist, braucht man sich nicht aufregen: die Situation ist nun einmal, wie sie ist.

Fakt ist halt leider, dass sich das europäische Ausland nun anscheinend auf den deutschen Markt als Absatzmarkt stürzt, so dass in Deutschland nun wohl die niedrigsten Preise in ganz Europa herrschen. Einzig schwere Bodenhaltungseier sowie Freilandeier bleiben von der aktuellen Preismisere ausgeschlossen. Ob diese Woche nun "unten" ist - eigentlich ja, aber davon gingen viele Marktbeteiligte auch letzte Woche aus.

Geflügel
Stabile Tendenzen an den Geflügelmärkten

Der Hähnchenmarkt läuft auf stabilem Niveau. Die Nachfrage nach Hähnchenfleisch ist stetig. Zu weiteren Umsatzbelebungen kam es in dieser Woche jedoch nicht. Das nasskalte Wetter dämpfte die privaten Grillaktivitäten. Mit einer alsbaldigen Belebung wird jedoch gerechnet, insbesondere im Bereich der frischen Teilstücke. Die jüngsten Preisanhebungen hatten Bestand. Zu weiteren Anhebungen kam es zuletzt nicht.

Am Putenmarkt konnten teils höhere Forderungen durchgesetzt werden. Die Nachfrage ist lebhaft. Angekurbelt wird der Absatz auch durch vermehrte Sonderaktionen des Lebensmitteleinzelhandels. Mit weiterhin festen Tendenzen wird in den Sommermonaten gerechnet. Das Angebot ist sowohl am Hähnchen- als auch am Putenmarkt bedarfsdeckend. Die laufende Produktion findet problemlos ihre Käufer. Von drängenden Importen aus anderen EU-Ländern wurde nicht berichtet.

 

{BILD:115548:jpg} Georg Heitlinger
Eierproduzent aus dem baden-württembergischen Eppingen, 40.000 Legehennen, davon ca. 12.000 in Freilandhaltung, 28.000 in Bodenhaltung, ca. 90 ha Ackerbau, inkl. Packstelle, analysiert ab sofort wöchentlich für agrarheute.com in Zusammenarbeit mit der EMA, Bonn, die Marktentwicklung bei Eiern und Geflügelmast.

 

 

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