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Geflügel

Pro-Kopf-Verbrauch von Eiern steigt kontinuierlich

von , am
12.04.2011

Berlin - Pünktlich zur Osterzeit steigt die Nachfrage wieder nach frischen deutschen Eiern. Aber auch insgesamt erfreut sich das Ei wachsender Beliebtheit.

Die große Hitze der vergangenen Tage hemmte den Eierabsatz ein bisschen. Die vorangegangenen Feiertage glichen das aber aus. © Mühlhausen/landpixel
In Deutschland werden wieder mehr Eier gegessen. Dabei steigt der Verbrauch traditionell zur Osterzeit, aber auch im gesamten Verlauf des vergangenen Jahres erhöhte sich der Pro-Kopf-Verbrauch, und zwar um 4 Stück auf 214 Eier gegenüber dem Vorjahr.
 
Der Vizepräsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) und Vorsitzender des diesem angeschlossenen Bundesverbandes Deutsches Ei, Dr. Bernd Diekmann, ging vor dem Hintergrund dieser Entwicklung auf gesundheitliche Aspekte ein: "Eier-Eiweiß hat die höchste biologische Wertigkeit, die ein natürliches Nahrungsmittel besitzen kann."

Eier erhöhen Cholesterinspiegel nicht

Darüber hinaus enthielten Eier viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, und das hochwertige Eiweiß könne durch seine gute Sättigungsfunktion beim schlank werden und bleiben helfen. Der Mythos, dass der Verzehr von Eiern zu einem erhöhten Cholesterinspiegel führe, sei nicht mehr haltbar. Vielmehr sei durch wissenschaftliche Studien belegt worden, dass der tägliche Verzehr von Eiern die Ernährungsqualität deutlich verbessere, betonte Diekmann.

34 Millionen deutsche Legehennen

Trotz der Umstrukturierung der Eierwirtschaft in Deutschland verfügen die Erzeuger wieder nahezu über die gleiche Anzahl von Legehennen wie in den Jahren vor dem Aus der konventionellen Käfighaltung. Nach Angaben der "Marktinfo Eier & Geflügel" (MEG) belief sich der Bestand an Legehennen 2010 bereits auf 34 Millionen. Er näherte sich damit dem Niveau von 36,7 Millionen Legehennen, die 2009 in Deutschland gehalten wurden, deutlich an.

Eierwirtschaft setzt auf Handel und Verbraucher

"Dieses Ergebnis dokumentiert die hohe Leistungsbereitschaft der deutschen Eierwirtschaft. Wir sind gewillt, die Erzeugung weiter auszubauen und das Niveau vor der Umstellung bei einem deutlich erhöhten Tierschutzstandard wieder zu erreichen", unterstrich Diekmann. Dabei seien die Erzeuger aber auf die Unterstützung des Handels und der Verbraucher angewiesen, die sich bewusst für ein DE-Ei entscheiden und damit ihren Beitrag dazu leisten sollten, dass der Weg zur Verbesserung der Legehennenhaltung konsequent fortgeführt werden könne.

Noch stammt jedes zweite Ei aus dem Ausland

Derzeit stamme allerdings rund jedes zweite Ei aus dem Ausland, gab der ZDG-Vizepräsident zu bedenken. Die deutschen Legehennenhalter hätten den Tierschutzstandards und den Wünschen der Verbraucher eine hohe Priorität eingeräumt, so Diekmann. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass die konventionelle Käfighaltung zugunsten moderner und tiergerechter Haltungsformen Ende 2009 mit einem finanziellen Aufwand von mehr als 500 Millionen Euro abgeschafft worden seien.

DE-Herkunftskennzeichnung steht für Qualität

Im überwiegenden Teil des europäischen Auslands sei die konventionelle Käfighaltung jedoch noch bis 2012 erlaubt. Ein erkennbarer Umstellungsprozess sei dort noch nicht vollzogen worden, monierte der ZDG-Vizepräsident. Wolle der Verbraucher wissen, woher ein Ei stamme, müsse er die Verpackung öffnen, denn nur der Blick auf die Schale beziehungsweise den amtlichen Erzeugercode kläre die Herkunft. Stehe dort "DE", könne sich der Verbraucher sicher sein, ein hochwertiges Erzeugnis aus Deutschland zu kaufen, bei dem die Hennen in modernsten Haltungsformen untergebracht seien und sich entlang der gesamten Erzeugungskette Menschen mit hervorragender Sachkenntnis für ein Produkt von hoher Qualität einsetzten, erklärte Diekmann.
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