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Geflügel

Putenwirtschaft kritisiert 'schwarze Schafe'

von , am
15.06.2011

Berlin - Moderne Putenhaltung in Deutschland erfordert von jedem Halter ein optimales Stall- und Tierhaltungsmanagement.

Die bundeseinheitlichen Eckwerte gelten aktuell nur noch für die Putenaufzucht. © landpixel
Dies betonte Thomas Storck, Vorsitzender des dem ZDG Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft angeschlossenen Verband Deutscher Putenerzeuger anlässlich der Mitgliederversammlung. "Offenkundiges Fehlverhalten Einzelner ist nicht zu tolerieren und führt zu einer ungerechtfertigten Belastung der gesamten deutschen Putenwirtschaft," so Storck weiter.
 
So wurden Fragen zu den Themen Tierschutz und Tierwohl im Rahmen der Mitgliederversammlung erörtert. Auch die aktuell anstehenden Beratungen zu den "Bundeseinheitlichen Eckwerten" waren Gegenstand der regen Diskussion.

Bundeseinheitliche Eckwerte zur Putenhaltung

"Mit der neuerlichen Initialisierung der Beratungen zur Überprüfung der "Bundeseinheitlichen Eckwerte" zur Putenhaltung gilt es, neue wissenschaftliche Erkenntnisse in den seit Jahren bewährten Katalog spezifischer Haltungsanforderungen einfließen zu lassen", beschreibt Storck die aktuelle Initiative. Bei den "Bundeseinheitlichen Eckwerten" handelt es sich um Richtlinien zur Haltung von Puten, die 1999 unter Führung des Bundeslandwirtschaftsministeriums in Kooperation mit den Ländern, Tierschutzorganisationen, der Wissenschaft und der Wirtschaft erarbeitet wurden.

ZDG: Deutsche Haltungsnormen vorbildlich

Nach einer neuerlichen Prüfung im Jahr 2005 werden die Eckwerte nun auf Initiative der Wirtschaft erneut überarbeitet. Bislang fehlt eine gesetzliche Regelung. Die Eckwerte in der Putenhaltung haben derweil rechtsähnlichen Charakter angenommen. Sollte es eine EU-Putenhaltungsregelung geben, sei jedoch zu erwarten, dass die deutschen Haltungsnormen hierfür als Vorbild herangezogen werden, war von relevanten Kreisen im Rahmen der Sitzung zu vernehmen.
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