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Baden-Württemberg

Q-Fieber grassiert im Zollernalbkreis

Schaf auf der Weide
am
19.08.2019

In den vergangenen Wochen erkrankten mehrere Personen im Zollernalbkreis an Fieber und Lungenentzündung - Ursache ist das Q-Fieber.

Mehrere Personen im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg erkrankten in den vergangenen Wochen an Fieber, teilweise verbunden mit Lungenentzündungen. Als Ursache wurde das Q-Fieber nachgewiesen. Das Gesundheitsamt Balingen meldete am 15. August 2019 insgesamt 27 Fälle.

Auf der gesamten Schwäbischen Alb kommen immer wieder Q-Fiebererkrankungen vor. Aufgrund der Inkubationszeit sei davon auszugehen, dass die erkrankten Personen etwa zwei bis drei Wochen vor dem Auftreten der Krankheitssymptome angesteckt haben, teilte das Gesundheitsamt mit.

Q-Fieber: Übertragung oft durch Paarhufer

Q-Fieber ist eine mit Ausnahme von Neuseeland und der Antarktis weltweit verbreitete Zoonose. Gefährdet sind insbesondere Personen, die engen Umgang mit Tieren haben, wie Schlachter, Tierfellverarbeiter, Tierhalter und veterinärmedizinisches Personal. Vor allem infizierte Paarhufer wie Rinder, Schafe und Ziegen können den Erreger übertragen, aber auch Katzen, Hunde, Kaninchen und Wildtiere können die Krankheit in sich tragen.

Der bakterielle Erreger überlebt längere Zeit in der Umwelt und Menschen können sich durch das Einatmen des Bakteriums anstecken. Dadurch ist die Erkrankung bei Tieren auch immer eine Gesundheitsgefahr für den Menschen. 

Veterinäramt sucht Ansteckungsquelle für Q-Fieberfälle

Das Veterinäramt im Zollernalbkreis sucht derzeit nach der Ansteckungsquelle der erkrankten Personen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch spiele nach Angaben des Gesundheitsamts praktisch keine Rolle. Etwa die Hälfte der Q-Fieberinfektionen führen zu keinen Symptomen oder nur leichten grippeähnlichen Erscheinungen. Bei einer schwer verlaufenden menschlichen  Q-Fieberinfektion liegen hohes Fieber, Glieder- und Muskelschmerzen vor. Bei einem Teil der schwer verlaufenden Krankheitsfälle treten zudem auch zu Lungenentzündungen, Leber-, Herzmuskel- und Herzinnenhautentzündungen kommen, teilt das Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung mit. Bei akutem Q-Fieber werde über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen mit einem bestimmten Antibiotikum behandelt.

Mit Material von Gesundheitsamt Zollernalbkreis; Robert Koch Institut
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