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Geflügel

Reger Absatz am Hähnchenmarkt

von , am
01.07.2011

Bonn - Nach dem recht lebhaften Pfingstgeschäft riss die Nachfrage nach Hähnchen- und Putenfleisch nicht ab. Der Absatz läuft zügig, obwohl die Verbraucher zuletzt tiefer in die Tasche greifen mussten.

Sobald die Temperaturen ansteigen wird mit einer lebhafteren Nachfrage nach Grillfleisch gerechnet. © pqm/landpixel
Ausgehend von den anhaltend hohen Futterpreisen haben sich die Geflügelpreise auf allen Vermarktungsebenen erhöht. Die jüngsten Preisanhebungen auf Großhandelsebene hatten Bestand. Auf Erzeugerebene kam es im Zuge jüngster Preisverhandlungen nochmals zu Anhebungen.

Althennenpreise weiter stabil

Am deutschen Markt blieben die Althennenpreise in der zurückliegenden Woche stabil. In den Niederlanden pendelten die Gebote dagegen zurück. Das Angebot an Lebendware scheint hierzulande inzwischen nicht mehr so umfangreich.

Eiermarkt freundlich

Der Eiermarkt tendiert für die Jahreszeit recht freundlich. Von einer sommerlichen Nachfrageberuhigung ist aber noch nichts zu verspüren, obwohl in immer mehr Bundesländern nun die Schulferien beginnen. Der LEH ordert kontinuierlich. Die Eiproduktenindustrie hat international wieder einen etwas höheren Kaufbedarf. Auch aus anderen EU-Ländern wurde hiesige Verarbeitungsware nachgefragt. Zusätzliche Impulse kommen aus Drittländern, so dass gegebenenfalls überschüssige Partien am Markt abfließen. Viele leichte Eier Eier der Gewichtsklasse S sind eher reichlich. Es gibt offensichtlich wieder mehr Junghennenbestände. Schwere Eier sind vergleichbar knapp.

Preise leicht angezogen

Eier aus Boden- oder Kleingruppenhaltung wurden im Wochenverlauf etwas fester bewertet. Auch in den Niederlanden und in Belgien zeigte die Preistendenz nach oben. In Frankreich ist die Produktion derzeit eingeschränkt, auch dort festigten sich die Preise.   

Margit Beck
Marktanalystin für Eier und Geflügel
bei der MEG. Sie war bis 2009 bei der 
ZMP für die Bereiche Eier und Geflügel zuständig.

 
 
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