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12.000 kg Milch mit Fleckvieh: Ein Landwirt erzählt

Anders als viele seiner Berufskollegen züchtet Hans Eberl aus dem bayerischen Sauerlach nicht auf Milchmenge, sondern auf mittelrahmige Kühe mit kleinen, straffen Eutern. Dennoch geben seine Fleckviehkühe im Schnitt 12.000 l Milch pro Kuh und Jahr. Was ist sein Geheimnis?

am Dienstag, 20.10.2020 - 05:00

Viel Milch: Hohe Futterqualität und Energiedichte

Für Hans Eberl spielt auch der Standort eine wichtige Rolle. Das heißt für ihn mindestens 1.200 mm Jahresniederschlag. So kann er Grundfutter von hoher Qualität und Energiedichte produzieren. Seine Grassilagen haben im Schnitt einen Energiegehalt von 6,3 MJ mit 25 Prozent Rohfaser und 17 Prozent Rohprotein. 

Dieses Frühjahr hat er den ersten Grasschnitt Mitte Mai gemacht. Meine Maissilagen haben einen durchschnittlichen Energiegehalt von 6,8 MJ", sagt er. Die Basisration beinhaltet 60 Prozent Mais und 40 Prozent Gras. Hinzukommen 5 kg Biertreber, 0,5 kg Stroh und 6 kg Kraftfutter. 

Landwirt besamt Kühe mit 60 l Tagesgemelk - mit Erfolg

Für die Frischmelker gibt es an der Abrufstation noch eine Konzentrat-Mischung. Seit Anfang des Jahres setzt Hans Eberl dort kein Futterfett mehr ein, sondern Leinsamen. Mit Erfolg: Ich kann jetzt Kühe mit 60 l Tagesgemelk besamen und sie werden trächtig. Davor hat das nicht immer geklappt."

Damit seine Kühe möglichst viel fressen, schiebt der Butler von Wasserbauer das Futter alle zwei Stunden automatisch nach. Das System funktioniert. Von den 150 Milchkühen geben im Moment etwa 25 Stück zwischen 50 und 60 l Milch am Tag.

Mehr über den Betrieb von Hans Eberl lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von agrarheute-RIND vom Oktober 2020.

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