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Neuseeland

150.000 Rinder müssen wegen Rindertuberkulose sterben

Kuhauge
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Jana Semenow, agrarheute
am
28.05.2018

Rund 150.000 Rinder muss die neuseeländische Regierung schlachten lassen um die Rindertuberkulose in den Griff zu bekommen.

Neuseeland muss wegen einer Seuche mehr als 150.000 Rinder schlachten. Dies gab Premierministerin Jacinda Ardern am Montag in Weelington in einem entsprechenden Zwei-Jahres-Plan bekannt. Damit soll verhindert werden, dass sich der Erreger Mycoplasma bovis weiter ausbreitet.

Tuberkulose Bekämpfungsplan

Der Zwei-Jahres-Plan ist das Ergebnis von monatelangen Verhandlungen zwischen Regierung, Agrarindustrie und Experten. Auch für die Regierung ist die Notschlachtung von 150.000 Rindern kein leichtes Unterfangen. "Das ist ein harter Brocken. Niemand will Massenschlachtungen", sagt Ardern. Jedoch wäre das Risiko einer Weiterverbreitung der Seuche zu hoch. Mehr als 10 Millionen Rinder beherbergt der Pazifikstaat. Bis letztes Jahr war die Insel noch vor dem Erreger verschont geblieben. Im Juli 2017 trat der bakterielle Erreger erstmals auf. Inzwischen sind 37 Betriebe betroffen. Die Regierung schätzt, dass nun auf 200 von insgesamt 20.000 Betrieben Rinder geschlachtet werden müssen.

Neuseeland größter Milchexporteur

In Neuseeland gehört die Milchproduktion zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen. Rund 90 Prozent der erzeugten Milch wird außer Landes verkauft. Daher stellt die Rinderseuche eine ernste Bedrohung dar. Die Rindertuberkulose wird durch eine Infektion mit Mykobakterien ausgelöst. Dabei können die Erreger der Rindertuberkulose auch auf den Menschen übertragen werden und Erkrankungen auslösen.

Mit Material von dpa, Bundesinstitut für Risikoberwertung

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