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Haltung und Mast

25 Jahre im Dienste für Tier und Mensch

von , am
27.05.2011

Berlin - Der Bundesverband für Tiergesundheit (BfT) blickt anlässlich seines 25-jähriges Bestehens auf seine Erfolge zurück und berichtet von künftigen Herausforderungen.

BfT-Präsident Dr. Dieter Schillinger präsentierte in Berlin die Erfolge seines Verbandes aus den letzten 25 Jahren. © Werkbild
Der Bundesverband für Tiergesundheit e.V. (BfT) vertritt die 23 führenden Hersteller von Tierpharmaka in Deutschland. Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens gaben Präsident Dr. Dieter Schillinger und Geschäftsführer Dr. Martin Schneidereit in Berlin eine Pressekonferenz, um über zurückliegende Erfolge und anstehende Aufgaben zu berichten. "Ohne Tiergesundheit gibt es keinen Tierschutz", erklärte Dr. Dieter Schillinger auf der BfT-Tagung am heutigen Freitag in Berlin. Ganz nach dieser Maxime versteht sich der Bundesverband für Tiergesundheit nicht nur als Interessenvertreter der größten deutschen Tierpharmakahersteller, sondern auch als Dienstleister an Tier, Tierhalter und letztlich an der Gesellschaft.

BfT blickt auf seine Erfolge zurück

Der BfT könne im vergangenen Vierteljahrhundert auf eine ganze Reihe großer Erfolge zurückschauen. So gelte seit dem 25. Mai 2011 mit der Rinderpest die zweite Infektionskrankheit nach den Pocken als weltweit ausgerottet. Aber auch andere Krankheiten bekomme man immer besser in den Griff, z.B. ist Deutschland seit nunmehr fünf Jahren frei von der Aujeszkyschen Krankheit, einstige große Tollwutausbrüche werden wirkungsvoll mit Impfmaßnahmen eingedämmt und dank der Impfpflicht ist es gelungen, die Blauzungenkrankheit hierzulande zu stoppen.

Neue Seuchen befinden sich bereits auf dem Vormarsch

Zugleich warnte der BfT-Präsident davor, sich entspannt zurückzulehnen. Neue Seuchen befinden sich auf dem Vormarsch, vor allem sogenannte Vektorenkrankheiten (übertragen z.B. durch Mücken oder Zecken), wie die Afrikanische Schweinepest oder die Pferdeseuche, bedrohen immer mehr auch Mittel- und Westeuropa. Hier sei vor allem Vorarbeit durch die tierpharmazeutische Forschung und -industrie vonnöten, um im Ernstfall schnell reagieren zu können. Auch bei der Blauzungenkrankheit, so Schillinger, sei noch keine Entwarnung gegeben. Inzwischen sei die erste Generation Nutztiere ohne Impfschutz herangewachsen, so dass "schlummernde" Erreger erheblichen Schaden anrichten könnten.

Impfstoffe und Antibiotika gelten als Weiterentwicklung

Eine anlässlich des 25-jährigen BfT-Jubiläums durchgeführte Befragung unter Tierärzten und Landwirten, welche Errungenschaften der Tiermedizin die größten Fortschritte gebracht hätten, zeigte, dass Schweinehalter und -fachtierärzte vor allem die effektiven Circo-Impfstoffe und wirkungsvollere Antibiotioka gegen Atemwegserkrankungen begrüßen. Die Rinderhalter richten ihr Augenmerk vornehmlich auf die Mastitisprophylaxe und -bekämpfung. Vor allem die Antibiotika ohne Wartezeit sehen sie als wichtige Weiterentwicklung.

Wachstumsmarkt für Tiermedizin ist der Heimtierbereich

BfT-Geschäftsführer Dr. Martin Schneidereit stellte im zweiten Teil der Presseveranstaltung die Geschäftszahlen 2010 aus dem Tiergesundheitsmarkt vor. Rund 714 Mio. Euro Umsatz konnte allein in Deutschland im vergangenen Jahr erzielt werden, das entspricht einem Wachstum von 3,8%. Auffallend dabei: Während vor knapp 25 Jahren dieser Markt zu etwa zwei Dritteln dem Nutztierbereich gehörte, haben die Hobby- und Heimtiere inzwischen nachgezogen. 2010 lag der Anteil beider Tiergruppen bei nahezu 50%.
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