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Niedersachsen

30-Millionen-Euro-Weideprämie angekündigt

Kühe auf einer Weide
Niedersachsens Rinderhalter sollen zukünftig 60 Euro pro Rind auf der Weide erhalten. © Maren Diersing-Espenhorst
von , am
01.09.2017

Niedersachsens Landwirte müssen ab 2018 wohl ohne Grünlandprämie auskommen. Stattdessen will Minister Christian Meyer eine fast dreimal so hohe Förderung an Weidehalter ausschütten. Aber: Das Ganze gilt nur bei Wiederwahl.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) will die im Januar auslaufende Grünlandprämie für Landwirte durch eine weit höhere Weideförderung ersetzen. Das kündigte Meyer gegenüber der Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) an.

Nach Weidemilch-Regeln

Ab 2018 wolle das Land jährlich 30 Millionen Euro für Tierhalter bereitstellen, die ihre Kühe, Schafe und Ziegen den Weidemilch-Regeln entsprechend häufig grasen lassen. „Das ist fast dreimal so viel wie bei der bisherigen Förderung“, sagte Christian Meyer.

Mit dem Wechsel von Landbesitzer auf Tierhalter könne man künftig viel gezielter fördern, erklärte der Minister. Bisher seien beispielsweise Wanderschäfer ohne Land bei der Förderung leer ausgegangen.

60 Euro pro Rind

Nach den der EU vorgelegten Plänen sollen Landwirte pro Rind mit Weidehaltung künftig 60 Euro im Jahr erhalten, die Obergrenze soll bei 200 Tieren pro Betrieb liegen. Damit läge die Maximalförderung für einen Milchviehbetrieb bei 12.000 Euro. Für Schafe und Ziegen soll es jeweils 20 Euro geben.

Ob das Programm kommt, ist offen. Die Zusage gilt nur für den Fall einer Fortsetzung der rot-grünen Koalition nach der Landtagswahl am 15. Oktober.

Kritik aus Brüssel

Der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke kritisierte Meyers Argumentation für den Auslauf der Grünlandprämie. Zwar wolle die EU Äcker grundsätzlich fördern, doch bei fundierter Begründung könne man weiter Grünland bezuschussen. „Die Wahrheit ist: Minister Meyer will offenbar einseitig auf ökologische Weidehaltung setzen“, sagte Jens Gieseke der NOZ. „Meyer macht ideologische Klientelpolitik für die ökologische Landwirtschaft. Anstatt das so unumwunden zu sagen, schiebt er den schwarzen Peter nach Brüssel“, ergänzte der EU-Abgeordnete aus dem Emsland.

Mit Material von Neue Osnabrücker Zeitung (www.noz.de)

Das sagen bayerische Kühe zum Welt-Milchtag

Bayerische Kuh
Übersetzung: Schauen wir mal, dann sehen wir schon. Bedeutung: Abwarten - ich bin ja keine Hellseherin. © LVBM
Bayerische Kuh
Übersetzung: Das ist eine gemähte Wiese. Bedeutung: Leichtes Spiel haben. © LVBM
Bayerische Kuh
Übersetzung: Grün und Blau wie des Kaspers Ehefrau. Bedeutung: Da passt modetechnisch nichts zusammen. © LVBM
Bayerische Kuh
Übersetzung: So laufen die Dinge eben. © LVBM
Bayerische Kuh
Übersetzung: Ein Päckchen Ohrfeigen ist schnell geöffnet. Bedeutung: Aufpassen, sonst vergesse ich meine gute Kälberstube! © LVBM
Bayerische Kuh
Übersetzung: Hier vertrocknet er dir. Hier vertrocknet er dir auch. Dort würde er dir auch vertrocknen. Bedeutung: Lassen Sie ihre Topfpflanze zu Hause, wenn Sie auf die Alm gehen, sonst quatschen Ihnen die Almkühe die Ohren voll. © LVBM
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