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Fütterung

82 Prozent weniger Methan durch Algen

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am Mittwoch, 24.03.2021 - 10:00 (1 Kommentar)

Amerikanische Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass der Einsatz von Algen den Methanausstoß deutlich reduziert.

Laut einer neuen Studie der Universiät Kalifornien kann der Einsatz von Algen den Methanausstoß bei Rindern um bis zu 82 Prozent reduzieren. Insgesamt 21 männliche Kreuzungstiere der Rasse Angus-Hereford wurden dabei mit unterschiedlichen Mengen der roten Makroalge (Asparagopsis taxiformis) gefüttert.

Ziel der Studie war es dabei:

  • den Effekt der Algen auf die Methanproduktion,
  • den Ertrag,
  • die Intensität der Fütterung,
  • den durchschnittlichen Tageszuwachs,
  • und die Futterverwertung genau zu analysieren.

Ein weitern Augenmerk lagen die Forscher darauf, die Schlachtkörper- und Fleischqualität bei heranwachsenden Rindern zu bestimmen.

Alle Tiere stammten dabei vom gleichen Betrieb und waren zu Beginn des Versuchs acht Monate alt und ungefähr 350 kg schwer. Jedes Tier wurde zu Beginn der Studie in einzelne Boxen gestellt und zweimal täglich mit 105 Prozent der Futteraufnahme des Vortages gefüttert.Insgesamt 147 Tage erhielten die Tiere unterschiedliche Mengen an Algen.

Wie lief der Versuch genau ab?

futterversuch-algenversuch-mengen

Die 21 Rinder wurden nach dem Zufallsprinzip in eine der insgesamt drei Behandlungsgruppen eingeteilt. Die Kontrollgruppe erhielt dabei nur die Totale-Misch-Ration (TMR) ohne die Zugabe von Algen.

Die zweite Gruppe erhielt einen niedrigen (0,25 Prozent) und die dritte Gruppe einen hohen Anteil (0,5 Prozent). Die Gesamtmenge der Algen lag in der zweiten Gruppe zwischen 46,7 und 55,7 g/ Tag und in der dritten Gruppe zwischen 76,1 und 99,4 g/ Tag.

Die Tiere erhielten zudem drei unterschiedliche Futtersorten mit einem jeweils hohem, mittlerem und niedrigen Futteranteil der TMR.

Die ersten 63 Tage erhielten die Rinder den hohen Futteranteil, die nächsten 21 Tage den Mittleren und die letzten 63 Tage den geringen Anteil der TMR.

Welche Ergebnisse zeigten die Studie?

Über die 147 Tage hinweg reduzierte sich der Methanertrag um 45 Prozent in der niedrigen und um 68 Prozent in der hohen Gruppe. Allerdings gab es auch Wechselwirkungen zwischen dem TMR-Typ und dem Ausmaß der Methanertragsreduktion.

Die Zugabe von TMR mit einem geringen Futteranteil reduzierte den Methanertrag dabei um 69,8 Prozent in der niedrigen und um 80 Prozent in der hohen Gruppe.

Während sich die Trockenmasseaufnahme insgesamt um acht Prozent in der niedrigen und 14 Prozent in der hohen Gruppe verringerte, stieg die Futterverwertung laut Auswertung um sieben beziehungsweise 14 Prozent an.

Bei Schlachtkörperqualität und der Geschmacksanalyse durch Verbraucher stellten die Forscher hingegen keinerlei Unterschiede fest.

Mit Material von Plos One

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