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Aus der Wirtschaft

Die Aesculap-Schermaschine: Vom OP in den Stall

von , am
06.12.2013

Aesculap hat mit seiner Kabel-Schermaschine Econom II für Nutztiere große Erfolge gefeiert. Nun soll die ebenso starke Akkumaschine Econom CL die Erfolgsgeschichte fortsetzen.

Die Wege, auf denen manche Unternehmen zur Landtechnik finden, sind erstaunlich. Das gilt auch für Aesculap - einen Hersteller von Instrumenten für die Chirurgie. Als man sich dort vor 100 Jahren überlegte, was die Human-Chirurgie von der Veterinär-Chirurgie werkzeugtechnisch unterscheidet, kam man zum Bedarf einer Schermaschine. Viele Tierärzte griffen schon damals zu den Instrumenten von Aesculap, baten jedoch um die Entwicklung einer Schermaschine, um vor einer Operation die Behaarung auf der Haut des Tieres sauber entfernen zu können.

Heute nutzen, nach Angaben des Unternehmens, rund 80 Prozent der deutschen Veterinäre Schermaschinen aus dem Aes­culap-Werk in Suhl.

Akkumaschine mit Kabelkraft

Das Schermaschinen-Sortiment von Aes­culap umfasst sowohl Modelle für Kleintiere, als auch für Nutztiere. Das Verhältnis im Verkauf beläuft sich auf rund 60 Prozent Kleintiere und 40 Prozent Nutztiere (Rind, Pferd, Schaf).
 
Langjähriges Flaggschiff der Nutztier-Modelle ist die Econom II, eine Kabelmaschine mit 200 Watt Nennleistung. Ganz neu im Sortiment ist die Akkumaschine Econom CL für die Rinder- und Pferdeschur.

Kundenfeld Profianwender

Natürlich gehen diese Maschinen nicht nur an Tierärzte. Auch bei Landwirten und professionellen Scherern sind sie beliebt. Die meisten landwirtschaftlichen Kunden sind im Rinderbereich beschäftigt, dann folgt der Einsatz am Pferd und letztendlich am Schaf.
 
Diese Reihenfolge verwundert etwas, schließlich sind - insbesondere bei Schafhaltern - Schermaschinen nicht wegzudenken. Klaus Schinke, Produktgruppenleiter Schermaschinen bei Aesculap, erläutert: "Bei festen Schur-Einrichtungen kommt Aesculap nicht zum Zuge, da in unserem Sortiment eine Hängemaschine fehlt. Allerdings sind auch wir im Bereich Schaf durchaus vertreten. Insbesondere professionelle Scherteams - zum Beispiel aus Neuseeland oder Australien - die hier die Herden bearbeiten, steigen oft mit einer Aesculap aus dem Flugzeug. Dieser Profi-Drang setzt sich auch bei den Rindern fort. Sogenannte Cow-Fitter bereiten die Tiere professionell auf Ausstellungen vor. Auch hier sieht man oft das Aesculap-Logo." 

Der deutsche Markt ist immer noch der wichtigste für Aesculap. Aber auch in den Benelux-Ländern ist der Marktanteil hoch. "Zudem gibt es Märkte im Osten, wie zum Beispiel Polen, die zurzeit stark anziehen", berichtet Klaus Schinke.
 
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