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Aufreger der Woche

Aldi rechtfertigt extremen Milchpreis: Das sagen unsere Leser

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
06.05.2016

Die drastische Senkung der Milchpreise von Aldi hat für gehöriges Aufsehen gesorgt. Der Discounter rechtfertigte das Vorgehen in einer Meldung. Die Reaktionen unserer Leser.

"Die Unternehmensgruppe Aldi Nord hat die Verbraucherpreise für verschiedene Milch- und Molkereiprodukte am 2. Mai 2016 gesenkt. Hintergrund ist das aktuelle Überangebot auf dem weltweiten Milchmarkt", heißt es in einer Meldung, in der der Discounter die drastischen Senkungen bei seinen Milchprodukten rechtfertigt. Zu Beginn der Woche hatte Aldi die Preise für einige Produkte um bis zu 25 Prozent reduziert.

Eine eigene Pressemeldung um seine Billig-Preise zu rechtfertigen, das gibt es nicht oft von Aldi. Entsprechend groß ist das Echo von unseren facebook-Lesern.

'Ein Teufelskreis'

Moritz schreibt: "Es ist aber auch ein Teufelskreis, der immer enger wird. Einerseits muss man immer mehr Milch produzieren um die Kosten zu decken, andererseits fördert das nur die Überlieferung und somit weitere Preissenkungen."

Dem pflichtet Christoph bei: "Wenn das alle so sehen würden, würden alle etwas runter fahren, das Zeug wird knapper und bringt wieder mehr. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, aber Nachfrage und Angebot regeln den Preis."

Jens versteht die Aufregung nur bedingt: "Seit klar ist, dass die Quote fällt, war doch klar, dass bei steigenden Liefermengen die Preise in den Keller rauschen. Das dazu auch noch ganze Märkte wegbrechen ist tragisch, aber eben auch Marktwirtschaft. Die einzige Möglichkeit den Preis zu erhöhen, ist, weniger Milch auf dem Markt zu haben."

Doris ist die ständigen Schuldzuweisungen leid: "Der andere gibt dem einen die Schuld. Und Schuld sind sie alle."

'Landwirtschaft ist Kulturgut'

Markus merkt an: "Ich zahle gerne einen Euro für den Liter Milch oder für gutes Schweinefleisch 10 Euro für das Kilo. Landwirtschaft ist ein Kulturgut und harte Arbeit. Ich komme familiär aus solchen Verhältnissen. Mein Vater ist Akkordschlachter, sein Chef überlegt den Schlachtbetrieb zu verkaufen, da der Druck von Lidl, Aldi, Edeka immer größer wird. Es ist einfach traurig, das die großen alles kaputt machen."

Marc schlägt vor: "Aldi und Co könnten auch hingegen und einfach im Laden den Preis auf 80 ct oder einen Euro setzen - die müssten es nur alle machen. Milch und -produkte würden genau so weiter gekauft wie jetzt, oder is einer hier, der sich "dank" des billigen Preises morgens das doppelte an Butter auf das Brötchen schmiert? Diese Logik von wegen es ist zuviel da, dann müssen wir den Preis senken, dann wird mehr gekauft, funktioniert bei schnellverderblichen Lebensmitteln nicht."

'Dafür kann man keine Kuh am Leben halten'

"Ich habe heute bei Aldi Nord für einen Liter (1,5 %) Milch 42 Cent bezahlt. Dafür kann man keine Kuh am Leben halten!" schreibt Ines.

"Was ich mich frage, warum senkt Aldi die Preise? Glauben die, die Leute kaufen dann mehr? Die könnten die 13ct doch auch als Marge einstreichen", findet Jan.

Mit einem kopfschütteln schtreibt D.w. Stdl: "Wenn der letzte Bauer in den Ruin getrieben wurde, dann können sie sich die Lebensmittel im Labor züchten."

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