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Aus der Wirtschaft

Allgäuer Molkerei erweitert Produktion

von , am
11.03.2014

Auf 15.600 Quadratmetern errichtet das Allgäuer Unternehmen Milei neue Produktionstätten. Vor allem das Segment Säuglingsnahrung soll deutlich ausgebaut werden.

Am Standort Leutkirch entstehen auf 15.600 Quadratmetern neue Produktionsanlagen. © Werkbild
Das Molkereiunternehmen Milei erweitert in Leutkirch im Allgäu seine Produktion. "Der Bau sichert die Zukunft der MILEI als Leistungs- und Qualitätsführer in Europa und Asien“", erläuterte Geschäftsführer Rüdiger Fricke in seinem Grußwort. Die MILEI 2.0 wird in zwei Teilschritten gebaut: Der erste Bauabschnitt umfasst Abtankhalle, Nassbereich, Silos, Abfüllung und Milchverarbeitungsprozess. Der Umzug dieser Bereiche ist für Ende 2015 vorgesehen.
 
Drei Jahre später sollen die Bauarbeiten zu Trockentürmen und Lagern abgeschlossen sein. "Konnten wir bisher rund 20 Millionen Kilogramm Milch jährlich verarbeiten, erweitern wir mit der neuen Produktion unsere Kapazitäten auf 150 bis 200 Millionen Kilogramm pro Jahr", freut sich Rüdiger Fricke.
 

Ausbau Säuglings-, Sportler- und Diätnahrung

Das Unternehmen will vorallem die Wachstumsbereiche Säuglings-, Sportler- und Diätnahrung auszubauen. Hierfür haben MILEI-Ingenieure ein System entwickelt, das etablierte Technologien völlig neu kombiniert. Ziel der MILEI sei es, bei den Säuglingsprodukten so nah wie möglich an die Muttermilch heranzukommen. Die Extraktion von Lactoferrin aus MILEI Rohstoffen erfolgt nach einem japanischen Verfahren. Die Allgäuer nehmen laut Molkerei schon seit Jahren eine Vorreiterrolle ein. Mit der neuen Technik will sie diese erheblich stärken.
 

Milei steigerte Umsatz

Das Unternehmen MILEI schloss das vergangene Geschäftsjahr mit einem Umsatzplus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ab. Die Restrukturierungsmaßnahmen, die 2009 eingeläutet wurden, greifen mit großem Erfolg, heißt es von Unternehmensseite. Dazu konnten im vergangenen Jahr neue Kunden im Segment der Babynahrung in Asien gewonnen werden. . "Nun gilt es, die aufkommenden Marktvolatilitäten bestmöglich abzufangen, um trotz der Neubauaktivitäten ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erwirtschaften.", so Fricke.
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