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Aus der Wirtschaft

Allgäuland-Übernahme: Bergbauern sagen 'Nein'

von , am
26.08.2011

Wangen - Die Allgäuland-Übernahme durch Arla-Foods wackelt: Lediglich 69,6 statt der benötigten 75 Prozent der Allgäuer Bergbauern haben für die Arla-Übernahme votiert.

© oekolandbau.de
Sechs Generalversammlungen entscheiden über das Schicksal der Allgäuland-Käsereien: Arla-Foods will die Gesellschaft übernehmen, Voraussetzung ist die Zustimmung der Genossenschaften. Bei der Generalversammlung der Allgäuer Bergbauern-Milch Sonthofen-Schönau eG in Fischen haben sich jedoch nur 69,6 Prozent für den Verkauf der Anteile an der Allgäuland Käsereien GmbH und der AL Dienstleistungs-GmbH ausgesprochen. Die notwendige Mehrheit von 75 Prozent konnte damit nicht erreicht werden. 30,39 Prozent stimmten mit einem Nein ab, darunter zahlreiche Mitglieder, die sich in Kündigung befinden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bis 12. September kein Milchgeld

Arla Foods will dieses Abstimmungsergebnis jedoch nicht als eindgültig hinnehmen. Die Mitglieder der Bergbauern-Milch Sonthofen-Schönau eG können in einer außerordentlichen Generalversammlung am 12. September erneut über den Verkauf der Anteile abstimmen. Aufgrund des Abstimmungsergebnisses können die Allgäuland-Käsereien GmbH nach Unternehmensangaben aus insolvenzrechtlichen Gründen bis 12. September kein Milchgeld auszahlen.

Klare Mehrheit in Kisslegg

Die Mitglieder der Allgäuland Käsereien eG stimmten indes am Donnerstag mit einer unerwartet hohen Mehrheit von 96,8 Prozent für den Verkauf ihrer Anteile an der Allgäuland-Käsereien GmbH und mit 97,2 Prozent für den Verkauf ihrer Anteile an der AL Dienstleistungs-GmbH an die Arla Foods Gruppe ab. Das Management der Allgäuland-Käsereien GmbH hofft nun, dass auch die nächsten Generalversammlungen der Central Molkerei Augsburg eG und der Butterwerk Langenau eG ebenso positiv verlaufen werden.
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