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Kommentar

Amos Venema: Dürrehilfe - so seh ick dat!

Amos Venema
am
08.05.2019

Landwirt Amos Venema berichtet monatlich über seine Sicht der Dinge. Dieses Mal: Die Auszahlung der Dürrehilfe.

Moin liebe Kolleginnen und Kollegen, die Dürrehilfe sollte schnell und unbürokratisch auf den Betrieben ankommen. Die Praxis stellt sich jedoch als bürokratisch, unstrukturiert und unüberschaubar dar. Ich kenne keinen Landwirt, der seine beantragte Summe komplett bekommen hat.

Die Forderung, dass die Bearbeitung deutlich beschleunigt werden muss, finde ich mehr als berechtigt, zumal Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und einige Länderminister vor Weihnachten euphorisch den Erfolg der Dürrehilfe gefeiert haben.

Geld kommt nicht an

Besonders hoch ist der Druck für Futterbaubetriebe. Das fehlende Futter muss teuer zugekauft werden. Für viele Familien bedeutet das nicht nur einen hohen finanziellen, sondern auch emotionalen Druck. Die Dürrehilfe sorgt hier zumindest für ein wenig Entlastung.

Bei uns in der Region mit Kleiboden hätten wir normalerweise mit der Dürre kein Problem gehabt. Da aber Wildgänse mehr als 2.000 t Futter vernichtet haben, sind die Reserven aufgebraucht. Ich meine, ein so reiches Land wie Deutschland sollte mehr in seine Nahrungsmittelsicherheit investieren und Landwirte in der Not schnell unterstützen!

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