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Kommentar

Amos Venema: Das Jahr 2018 - so seh ick dat!

Amos Venema
Amos Venema
am
04.12.2018

Landwirt Amos Venema berichtet monatlich über seine Sicht der Dinge. Dieses Mal: Weihnachten und das vergangene Jahr!

Moin liebe Kolleginnen und Kollegen, das Jahr ist fast zu Ende. Und was war das für eins? Das Wetter hat uns vor zum Teil unüberwindbare Herausforderungen gestellt – erst die Nässe, dann die extreme Dürre! Alle diskutieren darüber, wer schuld an der Klimaerwärmung ist und dafür bezahlen muss. Am Ende kommt bei uns Landwirten nur eine dürre Hilfe an, die die Verluste nicht annähernd ausgleicht.

Die Dürre und ihre Folgen trifft die Futterbaubetriebe besonders hart, denn diese haben zum großen Teil die Folgen der Milchkrise noch nicht verdaut. Anstatt die Unternehmer zu entlasten, schafft die Politik durch immer mehr Auflagen schlechte Voraussetzungen für eine unbeschwerte Zukunft. So wirft das Jahr 2019 bereits seine Schatten voraus – viele Betriebe müssen dann die Liquiditätsdarlehen aus dem Jahr 2015/16 zurückzahlen, ohne zu wissen wie.

Ich wünsche mir Wertschätzung und Vertrauen

Trotz all der Herausforderungen können wir in Europa dankbar sein, dass wir keine Erdbeben, Brandkatastrophen, Kriege oder Putsche hatten! In diesem Teil der Erde zu leben, ist ein wahrer Glücksfall, den wir selten zu würdigen wissen.

Ich wünsche Euch, liebe Kolleginnen und Kollegen, besinnliche Weihnachten! Für 2019 wünsche ich mir als Milchviehhalter: mehr Respekt und Wertschätzung meiner Arbeit, mehr Vertrauen in unsere Produkte, stabile und kostendeckende Preise, mehr langfristige und nachhaltige Planungssicherheit, weniger ideologische und emotionale politische Entscheidungen, Abbau des Bürokratismus und eine Kultur, in der wir den Dialog leben. Als Familienvater wünsche ich mir und Euch, dass wir alle gesund bleiben, wir zufrieden in das neue Jahr starten und die unerfüllten Wünsche von 2018 im nächsten Jahr in Erfüllung gehen!

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Aktuelles Heft Dezember 2018

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