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Kommentar

Amos Venema: Der Jugend Freiheiten geben - so seh ick dat!

Amos Venema
Amos Venema
am
02.04.2019

Landwirt Amos Venema berichtet monatlich über seine Sicht der Dinge. Dieses Mal: Den Nachwuchs zu Wort kommen und Entscheidungen treffen lassen!

Moin liebe Kolleginnen und Kollegen, Ende letzten Jahres ist die Anbindehaltung wieder in den Fokus gerückt. Bei den Diskussionen waren Emotionen oft wichtiger als das eigentliche Thema. Dabei wird das Ende der Anbindehaltung durch den Lebensmittelhandel gerade eingeläutet.

Miteinander reden statt übereinander

Ich finde es schade, dass wir nicht den Mut haben, solche Grundsatzdiskussionen offen zu führen. Als gutes Vorbild möchte ich die Niederländer nennen. Die Jugendorganisation der Molkerei FrieslandCampina hat vor einigen Jahren klare und zukunftsweisende Ziele für die Rinderhaltung in den Niederlanden formuliert. Diese Thesen sind offen diskutiert worden. Als Ergebnis einigten sich Molkereien, Politik, Lebensmittelhandel und Nichtregierungsorganisationen auf ein Strategiepapier. Dies wird in mehreren Phasen umgesetzt und beschreibt die Entwicklungsmöglichkeiten der Rinderhaltung.

Das Prinzip „miteinander reden statt übereinander“ hat bei unseren Nachbarn zum Erfolg geführt. Gerade die Jugend braucht bei solchen Richtungsfragen die Freiheit, unvoreingenommen Fragen stellen zu dürfen, um Entwicklungen anstoßen zu können.

Demo in Berlin: Junglandwirt Thido stellt sich dem Dialog

Traktoren auf der Straße
Junglandwirt Thido Meiners
Thido Meinders
verkleidete Demonstranten
Junglandwirt Thido Meiners
Junglandwirt Thido Meinders mit Plakat
Thido Meinders auf der Demo in Berlin
Julia Schürer und Thido Meiners
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