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Haltung und Mast

Argentinien kürzt Subventionen für Rinderhaltung

von , am
08.04.2010

Buenos Aires - Argentinien hat seine Subventionen für Rinder-Futterplätze ausgesetzt. Als Grund nannten Regierungsvertreter die hohen Fleischpreise auf dem Binnenmarkt, die einen staatlichen Zuschuss überflüssig machten.

© lincolnrogers

Ab dem ersten April seien auch die Zahlungen für Mais oder andere Futtermittel auf unbestimmte Zeit gestoppt, sagte eine Sprecherin der Agrarhandelsbehörde Oncca laut Dow Jones News. Die Subventionen der vergangenen Jahre hatten zu einer deutlich stärkeren Verwendung von Futterplätzen geführt. "Als im vergangenen Jahr Trockenheit und fallende Preise die Rinderwirtschaft gebeutelt hatten, waren staatliche Zahlungen notwendig, um die Menge an im Binnenmarkt verfügbarem Fleisch zu steigern.

Rund 40 Prozent der Ware kommt von Tieren, die auf Futterplätzen stehen", erläuterte Oncca-Sprecher Juan Manuel Campillo in einem Interview. Allerdings hätten die Rindfleischpreise seit Jahresbeginn kräftig angezogen, und dementsprechend war es notwendig, die Subventionspolitik neu zu ordnen, so Campillo. Seit Januar sollen die Rindfleischpreise um rund 40 Prozent gestiegen sein.

Als Konsequenz hat die Regierung den Export dieses Produkts blockiert und Verbraucher ermutigt, vermehrt Schweinefleisch, Geflügel oder Fisch zu kaufen. Dennoch hatte das Landwirtschaftsministerium im März angekündigt, dass der Export von 350.000 Tonnen Rindfleisch genehmigt würde. Kürzlich wurde die Menge offiziell auf 400.000 Tonnen angehoben, allerdings klagen die Exporteure über zusätzliche bürokratische Hürden, die die Ausfuhren weiter erschweren. (aiz)

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