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Haltung und Mast

Argentinien steigert seine Rindfleisch-Exporte

von , am
15.01.2010

Buenos Aires - Im November haben argentinische Exporteure rund 54.161 Tonnen Rindfleisch sowie Innereien ausgeführt. Nach Angaben der Tiergesundheitsbehörde Senasa bedeutet diese Menge einen Anstieg um 53 Prozent.

© agrarfoto.com

Die hohe Schlachtrate habe die Ausfuhren begünstigt, teilte Senasa laut Dow Jones News weiter mit. Farmer hatten durch die Dürre zu Beginn des Vorjahres vermehrt Tiere geschlachtet und danach das Weideland für den Anbau von beispielsweise Sojabohnen genutzt. Zwischen Jänner und Oktober 2009 lag die Schlachtrate mit 13,7 Millionen Tonnen Tieren insgesamt 10 Prozent über der Marke des Vorjahres. Dies hatte die Kammer der Rindfleisch verarbeitenden Industrie, Ciccra, mitgeteilt.

Die Novemberexporte hatten einen Wert von 180 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung um 26 Prozent zum Vorjahr mit 143 Millionen US-Dollar entspricht. In den ersten elf Monaten 2009 beliefen sich die Ausfuhren auf insgesamt 531.895 Tonnen Rindfleisch. Sie hatten einen Warenwert von 1,72 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 381.873 Tonnen, für die Abnehmer rund 1,68 Milliarden US-Dollar zahlen mussten. Im Zeitraum Jänner bis November 2009 importierte Deutschland 19.221 Tonnen Rindfleisch.

Russland war mit einem Bezug von 135.273 Tonnen frischem argentinischem Rindfleisch wichtigster Handelspartner. Auf Platz zwei folgt Chile mit 39.719 Tonnen, während Israel 27.616 Tonnen und Venezuela 25.009 Tonnen kauften. Nach Ansicht von Ciccra könnte es 2010 auf dem Rindfleischmarkt zu höheren Preisen durch eine Verknappung kommen. Diese höheren Preise könnten Farmer wiederum veranlassen, mehr Tiere aufzustallen und nicht zu schlachten, sodass auch 2011 und 2012 mit einem knappen Angebot zu rechnen sei. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 73 kg sind Argentinier weltweit unter den Top-Rindfleisch-Essern. (aiz)

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