Login
Haltung und Mast

Argentiniens Rindfleischexport auf Jahre schwach

von , am
26.10.2010

Buenos Aires - Argentinien wird noch mindestens drei Jahre lang deutlich weniger Rindfleisch exportieren als früher üblich. Die Ursachen sind die duerrebedingte Viehknappheit und die niedrigen Inlandspreise.

© Lunapiena/Fotolia

Die Knappheit an Vieh infolge der Dürre 2009 sowie die bisherige Politik der Regierung, die Inlandspreise niedrig zu halten, hätten Investitionen in diesem Bereich verhindert beziehungsweise spürbar reduziert, erklärte der argentinische Rindfleisch-Analyst Victor Tonelli im Gespräch mit Dow Jones News. Die geringe Verfügbarkeit von Schlachtvieh werde die Exporte im Jahr 2011 auf nur noch rund 300.000 Tonnen sinken lassen. Im Jahr darauf seien 350.000 Tonnen zu erwarten und 2013 dann 400.000 Tonnen.

Im laufenden Jahr könnten die Ausfuhren sogar nur 320.000 Tonnen erreichen, wie Hector Salamanco, geschäftsführender Direktor des argentinischen Rindfleischexporteurs ABC, Anfang des Monats schätzte. Das wäre nur noch halb soviel wie 2009.

Gleiche Preise wie in Industrieländern

Erstmals zahlen die Verbraucher in Ländern wie Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay genau soviel für ihren Rinderbraten wie in den westlichen Industriestaaten. In den USA, Australien und den meisten Rindfleisch produzierenden Ländern Südamerikas werde die Ware zu Preisen zwischen drei US-Dollar je Kilogramm und 3,50 US-Dollar je Kilogramm verkauft - sowohl im Export als auch im Inland. "Der Rindfleischmarkt ist gänzlich globalisiert", kommentierte Tonelli. Die Argentinier müssten sich darauf einstellen, künftig mehr für ihre Steaks zu bezahlen, hatte auch Staatspräsidentin Cristina Fernandez die Verbraucher heuer bereits vorgewarnt auf andere Fleischsorten auszuweichen. (aiz)

Auch interessant