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Milchproduktion

Arla erreicht höheren Gewinn als erwartet

von , am
02.03.2010

Kopenhagen - Der dänisch-schwedische Milchverarbeiter Arla hat ein schwieriges Jahr besser als erwartet abgeschlossen.

© emily2k/fotolia

Wie der genossenschaftlich organisierte Konzern vergangene Woche bekanntgab, wurde 2009 ein Überschuss von 971 Millionen dänischen Kronen (131 Millionen Euro) erwirtschaftet; das waren 71 Millionen dänischen Kronen (9,5 Millionen Euro) mehr als zuvor vom Unternehmen veranschlagt. Ob der Gewinn ausgeschüttet oder - möglicherweise auch teilweise - einbehalten werden soll, darüber soll diese Woche das Leitungsgremium der Genossenschaft entscheiden. Geschäftsführer Peder Tuborgh bezeichnete 2009 anlässlich der Bekanntgabe der Geschäftszahlen als sehr hartes Jahr für die Eigentümer der Genossenschaft.

Auf Basis eines Fettgehaltes von 4,2 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß erhielten die Arla-Lieferanten im vergangenen Jahr einen durchschnittlichen Auszahlungspreis von 26,18 Cent pro Kilogramm, womit sie fast drei Cent über den Erlösen der Nordmilch-Lieferanten, aber knapp einen halben Cent unter dem Auszahlungspreis der Milcherzeuger von FrieslandCampina lagen. "Die Wirtschaftskrise ging schnell vor sich und war tief, doch kamen die Geschäfte nicht zum Erliegen", stellte Tuborgh fest.

Im Gegenteil, Arla habe sich auf sein breites Produktportfolio, starke Märkte und seine ausgebildeten Fachkräfte konzentriert. Das Unternehmen habe sein schnelles Reaktionsvermögen gezeigt. Tuborgh verteidigte das von Arla umgesetzte Sparprogramm im Umfang von 840 Millionen dänischen Kronen (113 Millionen Euro) und zeigte sich erfreut über die Preiserholung an den Milchmärkten, die Ende vergangenen Jahres eingesetzt hatte. Ohne diese Entwicklungen wären die Erträge für die Eigentümer der Genossenschaft noch niedriger gewesen, so der Arla-Geschäftsführer. (AgE)

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