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Molkerei

Arla Foods verspricht 2017 höhere Milchpreise

Milchtankwagen
Josef Koch, dlz agrarmagazin
am
22.02.2017

Die Großmolkerei Arla Foods blickt positiv auf das Jahr 2017 und rechnet mit kräftigen Umsatzsteigerungen und verspricht den Bauern mehr Milchgeld.

Für 2017 erwartet Arla Foods, dass der Konzernumsatz aufgrund eines anhaltenden Wachstums des Markengeschäfts des Unternehmens erheblich steigt. Auch die höheren Preise auf den Märkten weltweit werden dazu beitragen. Der Fokus liegt nach wie vor darauf, den größtmöglichen Anteil über den Milchauszahlungspreis an unsere Genossenschaftsmitglieder auszuzahlen. Die Molkerei erwartet daher auch, den Milchabnahmepreis im Jahr 2017 weiter verbessern zu können.

Die europäische Genossenschaftsmolkerei Arla Foods verzeichnete im Jahr 2016 eine solide Geschäftsentwicklung und lieferte einen starken Start bei der Umsetzung ihrer Strategie Good Growth 2020 – trotz äußerst volatiler Märkte. Während die Umsatzerlöse aufgrund des globalen Preisumfelds zurückgingen, verbesserte Arla die Qualität seiner Umsätze und verlagerte mehr Milch aus dem Massen- in das Markengeschäft. Im zweiten Halbjahr war Arla in der Lage, den Milchauszahlungspreis für seine Landwirte signifikant zu erhöhen, wie andere Molkereien auch.

Fast 21 Prozent mehr Geld verdient

Trotz starker Schwankungen hinsichtlich der Rohmilcherzeugung und der Milchauszahlungspreise hat Arla mit seinen Ergebnissen in vielen Bereichen die Zielsetzungen übertroffen. Der Jahresüberschuss lag bei 3,6 Prozent des Umsatzes, das mengenbasierte Umsatzwachstum durch strategische Marken belief sich auf 5,2 Prozent und der Markenanteil des Gesamtgeschäfts ist um 2,4 Prozent auf 44,5 Prozent gestiegen.

Der Konzernumsatz von Arla ist wegen der Preismisere um 6,8 Prozent auf 9,57 Milliarden Euro zurückgegangen. Der Jahresüberschuss des Arla Konzerns wuchs jedoch 2016 um 20,7 Prozent auf 356 Millionen Euro. Gleichzeitig ging aber Milchabnahmepreis 2016 gegenüber dem Vorjahr um 8,3 Prozent auf 30,9 Eurocent/kg (bei tatsächlichem Fett- und Eiweißgehalt, inklusive Nachzahlung und Konsolidierung) zurück. So kann man auch Gewinne steigern.

Markengeschäft ausgebaut

Trotz des insgesamt geringeren Milchangebots in 2016 hat Arla mehr als 340 Millionen Kilogramm Milch aus dem Massengeschäft in die rentableren Verkaufskanäle des Einzelhandels und des Foodservices verlagert. „Mit einem mengenbasierten Umsatzwachstum von 5,2 Prozent haben wir unsere Ziele klar übertroffen. Die Marke Puck® ist der Leistungsträger. Dies ist auf eine herausragende Leistung im Nahen Osten und in Nordafrika zurückzuführen.", so Peder Tuborgh.

Europa ist Arlas wichtigster Geschäftsbereich. Im Jahr 2016 steuerte Europa 66 Prozent des Konzernumsatzes bei. Arlas strategische Wachstumsmärkte außerhalb der EU erreichten 2016 das bisher größte mengenbasierte Umsatzwachstum von knapp zehn Prozent. Dies ist in erster Linie auf die starke Entwicklung in China und Südostasien sowie in Subsahara-Afrika zurückzuführen. Auch im Nahen Osten und in Nordafrika sowie auf dem US-amerikanischen Markt hat Arla deutlich zugelegt.

Kosten sollen um 400 Mio. Euro sinken

Eine strenge Kostenkontrolle und konsequente Optimierungsprozesse seien entscheidend für Arlas Erfolg und eine wettbewerbsfähige Positionierung. „Wir haben konzernweit eine strenge Kostenkontrolle aufrechterhalten. So konnten wir unsere Gesamtkosten ohne die Kosten für Rohmilch im Jahr 2016 um 1,4 Prozent senken.

"Vor einem Jahr haben wir unser neues Effizienzprogramm eingeführt. Ziel ist es, unsere Kosten bis 2020 um 400 Millionen Euro zu senken. Im Jahr 2016 – dem ersten Jahr des Programms – konnten wir so bereits Kosten von 100 Millionen Euro einsparen. Und auch im Jahr 2017 werden wir diese Agenda gezielt weiterverfolgen“, erklärt Finanzchefin Natalie Knight.

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