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Haltung und Mast

Atypische BSE in Brandenburg

von , am
13.01.2014

Rinder müssen ab einem Alter von acht Jahren nach der Schlachtung einem BSE-Test unterzogen werden. Dieser ist jetzt bei einem zehnjährigen Rind positiv ausgefallen.

70 Prozent des derzeitigen spezifizierten Risikomaterials (SRM) könnten ab 2016 wieder frei verkehrsfähig sein. © Mühlhausen/landpixel
Bei einem Rind im Landkreis Oder-Spree ist atypische BSE (Bovine Spongiforme Encephalopathie) festgestellt worden. Das Tier zeigte nach Informationen des Gesundheitsministeriums in Brandenburg keine Krankheitssymptome. Da das Rind allerdings zehn Jahre alt war, wurde nach der Schlachtung der obligatorische BSE-Test durchgeführt, der positiv reagierte. Mittlerweile wurde der Befund im nationalen Referenzzentrum am Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt und als atypische BSE klassifiziert.
 
Das geschlachtete Rind wurde inzwischen entsorgt, im Schlachthof wurde eine Reinigung/Desinfektion angeordnet. Der aktuelle Fall ist der erste BSE-Nachweis in Brandenburg seit dem Jahr 2007.

Herkunftsbetrieb ist gesperrt

Der Herkunftsbetrieb des Rindes war bereits am 3. Januar auf Grund des positiven Schnelltestergebnisses vom zuständigen Veterinäramt gesperrt worden. Die epidemiologischen Ermittlungen laufen derzeit.
 
Generell werden im Rahmen des Verbraucherschutzes bei der Schlachtung von Rindern so genannte Risikomaterialien entfernt und vernichtet. An allen über achtjährigen Schlachttieren werden darüber hinaus BSE-Schnelltests durchgeführt.
 
In Brandenburg wurden zwischen 2001 und 2006 17 Fälle von klassischer BSE nachgewiesen.

Atypische BSE tritt spontan auf

"Die atypische BSE ist eine äußerst seltene Erkrankung, die im Gegensatz zur klassischen BSE nach bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nur bei älteren Tieren auftritt und spontan entsteht. Deshalb ist auch zukünftig mit vereinzelten Fällen zu rechnen", erklärt Landestierarzt Dr. Klaus Reimer.
 
Nach seiner Einschätzung wurden vom Landkreis alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet. Diese werden jetzt mit Unterstützung der Task Force des Landes fortgeführt. 
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