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Milchproduktion

Aufreger der Woche: Bauernbund zeigt Discounter an

© by Paul/fotolia
von , am
01.11.2014

Niedrige Milchpreise haben diese Woche österreichische Landwirte verärgert: Weil "Zielpunkt" den Preis für H-Milch gesenkt hat, erstattete der Bauernbund Anzeige gegen die Supermarktkette.

Der österreichische Bauernbund hat die Supermarktkette Zielpunkt wegen niedriger Milchpreise angezeigt. © Thommy Weiss/pixelio
Welches landwirtschaftliche Thema treibt Bauern und/oder Verbraucher besonders um? Das beleuchten wir in unserer neuen Reihe "Aufreger der Woche".

In Österreich war das der Milchpreis im Einzelhandel. Die Supermarktkette "Zielpunkt" verkaufte H-Milch an zwei Tagen für einen Preis von 54 Cent. Molkereien zahlten ihren Lieferanten zuletzt 38,91 Cent netto je Kilo (brutto 43,58 Cent/Kilo), berichtet der "Kurier". Der Vorwurf: Das Qualitätslebensmittel Milch wird als Lockartikel missbraucht.

Bauernbund erstattet Anzeige

Die billige H-Milch rief die landwirtschaftliche Berufsvertretung auf den Plan: Der österreichische Bauernbund hat die Supermarktkette am Donnerstag bei der Bundeswettbewerbsbehörde angezeigt. Zielpunkt zeigt dafür wenig Verständnis und bezeichnet die Vorgehensweise gegenüber der Austria Presseagentur als "überzogen".
 
Der Bauernbund wehrt sich nicht zum ersten Mal mit einer Anzeige: Mitte September hatte die Branchenvertretung "Milch-Schleuderpreise" von Penny bei der Bundeswettbewerbsbehörde beanstandet.
 
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