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Milchproduktion

Aufsichtsrat darf keine Kühe mehr halten

von , am
24.06.2010

Freiburg - Der Oppenauer Landwirt Anton Walter, Aufsichtsratsmitglied der Breisgaumilch und kurzzeitig Vorsitzender des Aufsichtsrats, darf keine Tiere mehr halten.

© agrarfoto

Das Landratsamt Ortenau habe ein Haltungsverbot erlassen, sagte dessen Sprecher Christian Eggersglüß nach Berichten der Badischen Zeitung.

Strafanzeige gegen Walter

Walter, der auch Vorstandsvorsitzender der Milchererzeugergenossenschaft Ortenau ist, betont laut Badischer Zeitung hingegen, dass alle Kühe im Stall stünden. Eggersglüß zufolge haben Tierärzte des Landratsamtes gemeinsam mit der Polizei den Hof von Walter kontrolliert. Was sie im Stall vorfanden, will der Sprecher des Landratsamtes nicht schildern. Aber es hätten Tiere eingeschläfert werden müssen. Außerdem sei Strafanzeige gestellt worden. Das geschehe regelmäßig, wenn gegen Tierschutzbestimmungen verstoßen werde. Walter habe bis zum 1. Juli Zeit bekommen, seine Kühe zu verkaufen.

Walter: Sachverständiger soll Hof beauftragen

Laut Badischer Zeitung bestreitet Walter nicht, "ein Problem mit einer Kontrolle" gehabt zu haben. Er habe einen Sachverständigen beauftragt, seinen Hof zu begutachten. Mehr könne er derzeit nicht sagen. Walter ist Mitglied im Bundesverband deutscher Milchviehhalter (BDM).

Von allen Ämtern zurücktreten

Verena Nopper, Unternehmen Milch, fordert Walter müsse sofort von allen Ämtern der Breisguamilch und der MEG Ortenau zurücktreten, um "weiteren Schaden von unserem Berufsstand und unserer Molkerei" zu vermeiden. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Breisguamilch GmbH, Markus Kaiser, und der Aufsichtsratsvorsitzender der MEG Ortenau, Matthias Volk, müssen sofort handeln. (dlz agrarmagazin)

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