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Haltung und Mast

Australien: Rindermäster kämpfen gegen Drohnen

von , am
22.11.2013

Canberra - Die Betreiber großer Mastanlagen für Rinder in Australien wollen sich gegen das Ausspionieren ihrer Feedlots durch Tierschutzgruppen mit Hilfe von Drohnen wehren.

In Australien werden um die 30 Millionen Rinder gehalten. © Lupo/pixelio
Wie der nationale Spitzenverband Australian Lot Feeders Association (ALFA) gegenüber dem Fernsehsender ABC bestätigte, wurde bei der zuständigen Kommission für Gesetzesreformen ein Antrag eingereicht, der rechtliche Beschränkungen gegen die ungewollte Überwachung privater Farmgrundstücke aus der Luft vorsieht.
 
Die bestehenden Gesetze seien diesbezüglich unzureichend und böten keinen Schutz vor der missbräuchlichen Verwendung dieser neuen Technologie, begründete der Verbandsvorsitzende Don Mackay die Initiative.

Überwachungsaktionen aus der Luft

Auslöser war eine Aktion der Tierschutzgruppe Animal Liberation, bei der Ende August die Freilandhaltungen zweier Eierproduzenten mit einer Drohne unter die Lupe genommen und zahlreiche Luftaufnahmen geschossen wurden. Die Tierschützer verteidigten ihre Überwachungsaktion als gesetzeskonform und im Sinne der Verbraucher, die schließlich einen Aufpreis für Freilandeier zahlen würden.

Neue gesetzliche Regelungen nötig

Animal Liberation kündigte an, mit der laut Presseberichten rund 12.000 Euro teuren Drohne samt Kamera zukünftig Missstände in der Rindermast und bei den Lebendexporten aufdecken zu wollen. Gegen diese Art der Überwachung will sich nun der Verband der Feedlotbetreiber mit seiner Gesetzesinitiative wehren.
 
Die Tierschutzorganisation habe einzig das Ziel, die Landwirte aus dem Geschäft zu drängen und die kommerzielle Nutztierhaltung unmöglich zu machen, betonte Mackay. Es dürften keine Drohnen eingesetzt werden, die die Privatsphäre verletzten und durch zweifelhafte Berichte wirtschaftlichen Schaden anrichten könnten. Dies müsse mit gesetzlichen Regelungen verhindert werden.
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