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Haltung und Mast

Australien: Rindfleisch-Exporteure visieren EU-Markt an

von , am
25.03.2013

Canberra - Australien will künftig mehr Rindfleisch in die EU exportieren. 2.000 Rinderfarmen erfüllen bereits die Anforderungen hinsichtlich Gesundheitsstatus und Rückverfolgbarkeit.

Die Amerikaner bleiben nach Brasilien, Indien und Australien die Nummer 4 unter den TOP-Exporteuren bei Rindfleisch. © ALCE/fotolia.com
Australien hat seine Rindfleischexporte in die EU-Mitgliedstaaten in den vergangenen Jahren merklich gesteigert und will zukünftig noch mehr Ware liefern. Nach Angaben der Exportförderorganisation Meat and Livestock Association (MLA) bestehen dazu gute Möglichkeiten, denn längerfristig wird die Rindfleischerzeugung in der EU weiter abnehmen und sich der Einfuhrbedarf vergrößern. Gute Exportchancen sieht auch der Geschäftsführer von Allied Beef, James Maclean, einem der größten Rindervermarkter des Landes.
 
Im Januar 2010 habe Australien Zugang zu einem zollbefreiten EU-Einfuhrkontingent von 20.000 Tonnen erhalten und im Wirtschaftsjahr 2009/10 seine Lieferungen um neun Prozent und 2010/11 um weitere 52 Prozent in die Höhe getrieben.
Laut EU-Kommission wurden im Kalenderjahr 2012 insgesamt 21.135 Tonnen Rindfleisch einschließlich Nebenerzeugnissen von "Down Under" bezogen; das waren 17 Prozent mehr als im Vorjahr und hinter den südamerikanischen Ländern die viertgrößte Einfuhrmenge aus einem Drittstaat.

Rinderherde für EU-Export erhöhen

Australische Anbieter setzen nun darauf, von der auf 48.200 Tonnen angehobenen EU-Einfuhrquote profitieren zu können, die allerdings auch den Konkurrenten USA und Kanada offen steht. "Wir wollen unsere Rinderherde für den EU-Export vergrößern und die speziellen Anforderungen für diesen Markt erfüllen", kündigte Maclean an. Nach seinen Angaben sind bereits 2.000 australische Rinderfarmen, vom Kälberproduzenten über Fressererzeuger bis hin zu Mastbetrieben, für den EU-Export zertifiziert und erfüllen somit die Anforderungen hinsichtlich des Gesundheitsstatus und der Rückverfolgbarkeit in der Produktionskette.
Der höhere Aufwand würde sich lohnen, betonte Maclean, denn auf dem EU-Markt ließen sich mit die höchsten Erlöse für das Fleisch erzielen. Dies führe dazu, dass der Erzeugerpreis beim Verkauf von jüngeren Rindern an den Endmäster zwischen zwölf Cent und 16 Cent je Kilogramm Lebendgewicht höher als bei normaler Vermarktung liege und der Mäster am Ende Zuschläge von 30 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht oder sogar etwas mehr erlösen könne.

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