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Milchproduktion

Auszahlungspreise im Oktober weiter gestiegen

von , am
26.11.2010

Bonn/München - Nach aktuellen Schätzungen der AMI sind die Auszahlungspreise für Milch bundesweit im Oktober weiter gestiegen. Gegenüber dem Vormonat haben die Molkereien rund 0,6 Cent je Kilo mehr gezahlt.

Der durchschnittliche Auszahlungspreis der deutschen Molkereien liegt laut der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) im Okober bei standardiesierten Inhaltstoffen (3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß) bei 32,6 Cent je Kilo. Damit ist der durchschnittliche Milchpreis gegenüber dem Vormonat um 0,6 Cent je Kilo höher.

Den höchsten Milchpreis der vom dlz agrarmagazin erfassten Molkereien zahlte im Oktober die Molkerei Friesland Campina in Köln an ihre Erzeuger. Mit 36,8 Cent je Kilo (4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß) liegen sie damit 0,2 Cent über dem Vormonat. Den durchschnittlich niedrigsten Preis erzielten Lieferanten der Hansa Milch in Upahl mit unverändert 31,8 Cent je Kilo (4,2 Prozent Fett, 3,4 Prozent Eiweiß).

Weiter Verwertungsdifferenzen zwischen Käse und Trinkmilch

Wie das dlz agrarmagazin weiter meldet, waren die Trinkmilchabschlüsse mit einem Plus von nur 1,8 Cent je Kilo für die Branche enttäuschend, weshalb die Verwertungsdifferenzen zwischen Käse und Trinkmilch weiter erhalten bleiben. So können viele Käsereien die Rohmilch um rund vier Cent je Kilo besser verwerten als Trinkmilchhersteller. Angesichts der schwächeren Preise für Magermilchpulver am Weltmarkt ist bei uns die Nachfrage etwas geringer. Zudem spekulieren Abnehmer auf verstärkte Freigaben aus der Intervention.

Viele Experten sehen den Milchmarkt in den nächsten Wochen eher stabil. Damit dürften die Aussichten auf weiter steigende Auszahlungspreise schwinden. Allerdings konnten die Molkereien im ersten Halbjahr Rücklagen bilden. Das zeigen Berechnungen des ife-Zentrums in Kiel.

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