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Großbritannien

Bald Kamerapflicht in schottischen Schlachthöfen?

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am Montag, 21.01.2019 - 10:01 (Jetzt kommentieren)

In Schottland soll künftig jeder Schlachthof per Video überwacht werden. Die Regierung will alle Räume, in denen sich lebende Tiere aufhalten, beobachten und so das Tierwohl sicherstellen.

Die schottische Landwirtschaftsministerin Mairi Gougeon kündigte an, noch in diesem Jahr ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen. Mehr als acht von zehn Schlachthöfen hätten bereits freiwillig Kameras installiert. „Außerdem unterliegen schon 95 Prozent aller in Schottland geschlachteten Tiere einer Form der Videoüberwachung“, sagte die Ministerin.

Allerdings unterscheide sich der Grad der visuellen Kontrolle noch von Standort zu Standort. „Wir setzen uns dafür ein, allen Tieren im Schlachthof höchste Tierschutz-Standards sicher zu stellen“, betonte die schottische Agrarministerin Mairi Gouegeon.

Verbraucher sehen Videoüberwachung positiv

Der Verstoß des Landwirtschaftsministeriums komme gut bei der Bevölkerung an, meldet der Nachrichtendienst Agra-Europe. Bei einer öffentlichen Anhörung hätten sich 94,9 Prozent der 245 Teilnehmer für eine Kamerapflicht ausgesprochen. Darunter waren Betriebe der Fleischbranche, Veterinäre, Tierschutzverbände und Verbraucher.

Zudem würden mehr als 90 Prozent eine Aufbewahrung der Filmaufnahmen für 90 Tage befürworten. Auch einen ungehinderten Zugriff der Regierung auf die Videos sehe die Mehrheit der Befragten positiv. Bisher ist die Kamera-Überwachung in Schottland freiwillig. In England ist die Videoüberwachung seit 2018 vorgeschrieben.

Mit Material von Agra-Europe

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