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Bauernhofeffekt: Warum Milch Allergien verhindert

Ein Junge trinkt Milch
am Dienstag, 21.07.2020 - 08:45 (Jetzt kommentieren)

Kinder von Milchviehbetrieben bekommen seltener Allergien und Asthma. Wissenschaftler aus Österreich haben jetzt ein Schlüsselmolekül in der Milch entdeckt.

Kinder, die im Kuhstall spielen und unverarbeitete Milch trinken, leiden seltener unter Allergien und Asthma. Diesen Effekt nennt man Bauernhofschutz.

Forscher des Institut für Pathophysiologie und Allergieforschung der MedUni Wien und des Messerli Forschungsinstituts haben jetzt das Schlüsselmolekül für diesen Effekt entdeckt: Beta-Laktoglobulin.

Was ist Beta-Laktoglobulin?

Das ist ein von Kühen abgesondertes Protein in der Milch. In Labor- und Tiermodellstudien zeigte das Forscherteam, dass Beta-Laktoglobulin, wenn es seine natürlichen Liganden, wie Pflanzenpigmente aus grünem Gras, mit sich trägt, Allergien verhindert.

Protein in der Milch verhindert Allergien

„Die antiallergischen Eigenschaften von Beta-Laktoglobulin lassen sich damit erklären, dass dieses Protein seine Liganden gezielt zu den Immunabwehrzellen bringt und dadurch eine Entzündung verhindert“, sagt die Leiterin der Studie, Franziska Roth-Walter.

Die ganze Studie finden Sie in englischer Sprache im Journal of Allergy and Clinical Immulogy.

Mit Material von Veterinärmedizinischen Universität Wien

Allergieschutz: Dem Bauernhofeffekt auf der Spur

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