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Milchproduktion

Bauernverbände fordern Abbau der Superabgabe

von , am
18.12.2013

Brüssel - Die Bauernverbände schlagen vor, die Strafabgabe für Überlieferungen schrittweise abzubauen. So könne sowohl Milcherzeugern als auch Molkereien der nötige Spielraum gegeben werden.

Den deutschen Milcherzeuger droht im letzten Jahr der Milchquote 2014/14 eine Superabgabe in Rekordhöhe. © Mühlhausen/landpixel
Der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und die Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) haben sich mit Branchenvertretern aus neun weiteren EU-Mitgliedstaaten zusammengeschlossen, um von Brüssel eine Verringerung der Superabgabe zu verlangen.
 
In einer gemeinsamen Erklärung rufen sie die Europäische Kommission und den Rat dazu auf, die Voraussetzungen für eine sanfte Landung des Milchsektors nach dem Auslaufen der Garantiemengenregelung 2015 - in weniger als 500 Tagen - zu schaffen. Neben der Senkung von Strafen für die Überlieferung zählen sie dazu eine bislang nicht vorgesehene, zusätzliche Ausweitung der Milchquote im letzten Quotenjahr 2014/15 sowie eine Anpassung der Fettkorrektur.

Zusätzliche Mehrbelastungen befürchtet

"Landwirte, die ein Produkt erzeugen, welches von den Märkten gut aufgenommen wird, dürfen nicht mit Strafabgaben belegt werden", hieß es von Seiten des DBV. Die Branchenvertreter weisen darauf hin, dass sich eine Überlieferung der Milchquote nicht nur in Deutschland abzeichne. Die Verbände befürchten zusätzliche finanzielle Belastungen für die Milcherzeuger, wodurch die weitere strukturelle Entwicklung behindert werden könnte. Die aktuellen Weltmarktpreise seien fest und würden von einer hohen Nachfrage gestützt.

Nachfrage nach Milchprodukten steigt

Alle Prognosen deuteten darauf hin, dass die Nachfrage nach Milchprodukten langfristig steigen werde. Die Quoten begrenzten die Fähigkeit der europäischen Milchbauern, darauf zu reagieren, betonen die Verbände.
 
Fast noch besorgniserregender sei es, dass Europa als Handelsblock die Gelegenheiten auf dem Welt-Milchmarkt nicht zu nutzen verstehe - zu einer Zeit, da der Milchverbrauch vor allem in Schwellenländern zulege.
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